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Sonys Vizepräsident gibt zu: "Ich kopiere DVDs!"

Fördert Apple Piraterie?

Auf der Konferenz Digital Rights Strategies wurde heftig über die Praxis und Zukunft von digitalem Rechtemanagement (DRM) gestritten. DRM-Hersteller warfen den Inhalte-Anbietern einen Missbrauch der Systeme vor, berichtet Video Business.

Artikel veröffentlicht am ,

Vergangene Woche tagte in New York die Gemeinschaft der DRM-Anbieter und -Anwender, um über digitale Rechte, DRM, Interoperabilität und die Bedeutung des Apple-EMI-Deals zu diskutieren. Alles, was in der Branche Rang und Namen hatte, war vertreten.

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Den Eröffnungsvortrag hielt Talal Shamoon, CEO des DRM-Anbieters InterTrust, der eine ganze Reihe von Mängeln bei aktuellen DRM-Systemen beklagte. Er kritisierte unter anderem, dass DRM-Systeme die Erwartungen der Anwender enttäuschen würden, fortschrittsfeindlich seien und lediglich dazu dienen würden, bestehende Geschäftsmodelle abzusichern. Abgesehen davon würden die meisten DRM-Systeme technisch sowieso unsicher sein.

Paul Sweeting von Video Business zufolge fand Shamoons Kritik Unterstützung bei einer ganzen Reihe von Konferenzteilnehmern. So sagte der ehemalige Sony-Mitarbeiter Brian Lakamp: "In gewisser Hinsicht wurden DRM-Modelle rückwärts eingesetzt. Zuerst wurde ein DRM-System in Betrieb genommen und anschließend hat man versucht, die Nutzer in diesen Rahmen zu zwingen." Ihm stimmte Jim Helman von Movielabs zu, einer Firma, die im Auftrag der Hollywood-Studios arbeitet: "Wäre ich in der Hardware-Branche, wäre mein nächstes Produkt eine DVD-Jukebox, die meine DVD-Kollektion rippen und im ganzen Haus verbreiten kann."

Als Fan des - von Gesetz wegen illegalen - DVD-Rippens outete sich auf der Konferenz auch Sony-Vizepräsident Scott Smyers: "Meine Kinder haben einen Haufen DVDs, die sie im Auto abspielen, die nach ein paar Fahrten kaputt sind. Also rippe ich die DVDs und kopiere sie, um die Originale zu schonen." Myers weiter: "Man kann nicht abstreiten, dass Verbraucher ihre Investitionen schützen wollen." Selbst Fritz Attaway, Vizepräsident des Verbandes der US-Filmindustrie (MPAA), gab zu: "Die DRM-Technologie ist nicht weit genug. Es gibt [für Verbraucher] Probleme mit der fairen Nutzung [von Inhalten]."

Als ein Schuldiger für den schlechten Ruf von DRM wurde Apple ausgemacht. Dazu Shamoon: "Apple benutzt DRM, um das zu tun, was Bell mit dem Telefonnetzwerk gemacht hat - die Leute einmauern. Das frustriert die Verbraucher und fördert am Ende die Piraterie." [von Robert A. Gehring]



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Peter Paulsen 27. Sep 2007

Ich versteh das einfach nicht. Wieso kann man nicht begeistert sein von Mac? Ich kenne...

Dr. Jan Itor 25. Sep 2007

Wie tolerant und vorbehaltsfrei Du doch bist? Diese These haben die Kollegen ja wohl...

eppic 25. Sep 2007

Wo ist den diese, von dir angesprochene Werbung? Bis auf die Werbespots hab ich noch...

DexterF 25. Sep 2007

Damit waren sie mit die ersten, die den Schritt gemacht haben. Insofern weiss ich nicht...

monettenom 25. Sep 2007

Mal abgesehen davon, dass es den Nutzer bevormundet, Rechte einschränkt, nicht mit allen...


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