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Diebe dekodierten Navigationsgeräte für über 100.000 Euro

Geklaut, dekodiert, wiederverkauft. Die Polizei hat eine Diebesbande dingfest gemacht, die bundesweit teure Navigationsgeräte aus Autos gestohlen haben soll. Danach wurde die Beute dekodiert und weiterverkauft. Der Wert der Navigationsgeräte soll über 100.000 Euro betragen.
/ Andreas Donath
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Die Bande soll den Ermittlungserkenntnissen zufolge zwischen Oktober 2006 und Juli 2007 überwiegend in Berlin, aber auch in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Süddeutschland eine Vielzahl von Navigationsgeräten im Wert von 1.000 bis 2.500 Euro pro Stück entwendet haben. Dabei wurden die Türschlösser der Fahrzeuge geknackt oder Scheiben eingeschlagen.

Die mutmaßlichen Diebe, darunter drei der gestern Festgenommenen im Alter von 28, 30 und 35 Jahren, sollen dafür je nach Modell zwischen 100 bis 300 Euro pro Gerät erhalten haben, so die Polizei. Ein in Berlin lebender 40-Jähriger soll die Geräte dekodiert und für 450 bis 600 Euro weiterverkauft haben. Abnehmer war den Ermittlungen zufolge unter anderem ein 27-Jähriger aus Gütersloh.

Das Amtsgericht Tiergarten erließ auf staatsanwaltlichen Antrag Haftbefehle für die fünf bekannt gewordenen Personen wegen gewerbsmäßigen Bandendiebstahls bzw. Hehlerei. In Berlin wurden zudem zwölf bzw. im restlichen Bundesgebiet fünf Wohnungen durchsucht. Dabei wurden über 80 Navigationsgeräte, Airbags, Bargeld, Laptops, Handys, Beamer und gefälschte Ausweise sichergestellt.

Die Beschuldigten haben sich nach Auskunft der Polizei bislang nicht zu den Tatvorwürfen geäußert oder diese bestritten.


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