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Durchsuchungen bei Release-Groups

60 PCs, 15 Festplatten und ca. 2.000 CDs oder DVDs beschlagnahmt. Rund 200 Polizeibeamte durchsuchten am Donnerstag morgen um 8 Uhr zahlreiche Objekte in ganz Deutschland, um Beweismaterial im Zusammenhang mit illegalen Kopien von noch nicht im Handel befindlichen Filmen, PC-Spielen und neuer Entertainment-Software sicherzustellen. Die Polizei spricht von einem "Schlag gegen Raubkopierer" .
/ Jens Ihlenfeld
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Die umfangreichen Durchsuchungen sind Ergebnis eines Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Köln, das sich auf Hinweise stützt, die ein Zeuge aus der Releasegroup-Szene machte. Er wurde von der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU) der Direktion Kriminalität in Hürth gemeldet und arbeitete von da an eng mit der Kripo zusammen.

Allein in Nordrhein-Westfalen wurden 14 Objekte durchsucht, davon lagen drei im Rhein-Erft-Kreis. Bei den Durchsuchungen wurden insgesamt 60 PCs, 15 Festplatten und ca. 2.000 CDs oder DVDs sichergestellt oder beschlagnahmt. Vorläufige Festnahmen erfolgten nicht.

So sei es gelungen, über GVU die technischen Kenntnisse und über den Zeugen Informationen zur Szene abzuschöpfen, wodurch ein Gesamtbild des illegalen Marktes von der Erstkopie bis zu den Vertriebswegen entstand. Mit dem Vorgehen hoffen Polizei und Staatsanwaltschaft auf eine zeitliche Verzögerung der Verfügbarkeit und eine qualitative Verschlechterung der illegalen Produkte.

Zudem sei es gelungen, die Ausgangspunkte der Urheberrechtsverstöße zu ermitteln bzw. es wurden weitere Ermittlungsansätze hierzu gefunden. Die genauen Ermittlungsergebnisse werden noch auf sich warten lassen, zunächst sollen die sichergestellten Festplatten ausgewertet werden.


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