Verbraucherzentrale: Musikdownloads oft zu teuer
Einzelsongs waren laut Verbraucherzentrale zum Testzeitpunkt bei Musicload.de (T-Online) und Musicdownloads.de (AOL) sowie Connect Europe (Sony) und musik.web.de am teuersten. Für 1,19 Euro gab’s den Titel bei weltbild-downloads.de, für 1,09 Euro bei music.msn.de. "Hamma!" für 99 Cent meldeten saturn-download.de und apple.com/de/itunes. Mit 95 Cent war one4music.de das kontogünstigste Portal im Test.
Teuer bleibt teuer - auch wer mehr Titel herunterlädt, kann nicht auf Rabatte hoffen, stellen die Verbraucherschützer weiter fest: Für das Zehnerpaket zahlten die Kunden zwischen 9,90 (Saturn und Apple) und 13,30 Euro (T-Online). Der Nachteil bei den kleinen, günstigen Anbietern liegt oft in der geringeren Auswahl. So waren beispielsweise drei der zehn Top-Ten-Titel bei One4music nicht zu finden - die von Scooter, Marquess und Monrose.
Im Gegensatz zu den Singles entdeckten die Tester bei den Alben vereinzelt auch Schnäppchen. Mit fünf Euro pro Album unterboten bisweilen Portale die Konkurrenz um mehr als die Hälfte. Gar sechs aktuelle Chart-Alben standen bei Sony im Schnäppchenregal - zum Preis von jeweils 7,90 Euro.
Weitere Unterschiede manifestieren sich in der Bitrate, den Brennrechten und der Bezahlung. Manche Portale bieten eine Kompression der Lieddateien von 192 Kilobit pro Sekunde (Weltbild), mal müssen 128 Kilobit pro Sekunde (T-Online) für den späteren Musikgenuss auf einem MP3-Player reichen. Auch die Rechte sind häufig eingeschränkt. Mal darf der Käufer einen Titel fünfmal auf CD brennen (Saturn) und ebenso oft auf einen MP3-Player kopieren, mal lässt sich ein Song gleich zehnmal brennen und 25-mal kopieren (MSN). Bei T-Online können die Kunden einzelne Titel (etwa von Scooter) sogar "unbegrenzt brennen und kopieren". Die Abrechnung für die Musikstücke erfolgt bei einigen Portalen per Kreditkarte, bei anderen via Telefonrechnung.
Im ersten Halbjahr 2007 registrierten die Marktforscher von Media-Control 17,1 Millionen legale Downloads.



