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TU-Darmstadt entwickelt Peer-to-Peer-Simulator

PeerfactSim.KOM simuliert P2P-Netze nach Resi-Vorgaben. An der TU Darmstadt wurde mit PeerfactSim.KOM ein Simulator für komplette Peer-to-Peer-Systeme entwickelt. Damit lässt sich erproben, wie digitale Inhalte wie Videos oder Podcasts effizienter verteilt werden können. Darüber hinaus eignet sich der Simulator dazu, Anwendungen wie Dateitauschbörsen, aber auch Szenarien aus dem Katastrophenmanagement nachzubilden.
/ Jens Ihlenfeld
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"Bislang war es nur möglich, einzelne oder eine Gruppe von Komponenten nachzubilden, wie zum Beispiel das Overlay-Netzwerk oder die Verteilstrategie für Medieninhalte. Nun können wir modular alle Komponenten der P2P-Systeme miteinander verknüpfen und auch eventuelle Wechselwirkungen untersuchen" , sagt Nicolas Liebau, Leiter des Forschungsbereichs Peer-to-Peer-Networking am Fachgebiet Multimedia Kommunikation (KOM) der TU-Darmstadt, der die Software entwickelt hat.

Die Wissenschaftler simulieren beispielsweise, wie P2P-Systeme digitale Inhalte wie Videos oder Podcasts effizienter verteilen können. Dabei wird auch der Standort der Netzwerk-Teilnehmer berücksichtigt: "Damit können wir überprüfen, ob Daten erst einmal rund um die Welt geschickt werden, bevor sie am Ziel ankommen. So etwas sollte natürlich vermieden werden. Auch wollen wir Aussagen darüber treffen, welches Overlay am besten für ein Szenario X funktioniert." Denn eine ungünstige Konstruktion des Overlays kann dazu führen, dass der Verwaltungsaufwand beispielsweise bei hohem Abwanderungs- und Zuwanderungsquoten der Teilnehmer eines Netzwerks exponentiell zunimmt.

Der Open-Source-Simulator steht bereits seit Ende 2006 zum Download zur Verfügung, Ende Juli 2007 erschien die dritte Version von PeerfactSim.KOM. Die aktuelle Version ist schneller, kann mehr Knoten, also Netzwerk-Teilnehmer, berücksichtigen und ist nach dem von der Resi-Gruppe (Reference for Network Simulations) vorgeschlagenen Konzept mit anderen Simulatoren kombinierbar.


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