IDF: USB 3.0 mit optischen Kabeln und rund 5 GBit/s

Dies gab Intels Chef der Digital-Enterprise-Abteilung, Pat Gelsinger, in seiner Keynote-Ansprache auf dem IDF an. Mit konkreten Zahlen hielt sich Gelsinger zurück, so dass nur das grobe Nachrechnen bleibt: Bei 480 MBit/s Brutto-Datenrate von USB 2.0 dürfte die "mehr als zehnfache Geschwindigkeit" bei etwa 5 GBit/s liegen.
USB 3.0 soll also, wie auch schon beim Wechsel von USB 1.1 nach 2.0, vollständig abwärtskompatibel bleiben. Intel erhofft sich davon einen ähnlichen Erfolg wie bei bisherigen USB-Geräten, von denen laut Erhebungen von In-Stat seit 2001 weltweit 6,2 Milliarden Stück verkauft wurden. Dabei ist USB, das erstmals 1997 in Intel-Chipsätzen auftauchte, schon deutlich älter - bis nach der Jahrtausendwende buchstabierte man die Abkürzung in der Branche oft auch spöttisch als "Useless, Senseless, Brainless" .
Zwar ist auch bei USB 3.0 Intel die treibende Kraft, diesmal sind aber laut Angaben des IDF-Veranstalters bereits die für den Gerätemarkt wichtigen Chip-Hersteller NEC, NXP und Texas Instruments im Boot. Gemeinsam will man schon im ersten Halbjahr 2008 einen Entwurf der Spezifikation vorlegen - wie lange es bis zum endgültigen Standard dauert, ist aber noch unklar. Erfahrungsgemäß muss Intel aber solche Ratifizierungsrunden nicht unbedingt abwarten, so liefert das Unternehmen beispielsweise seit Anfang 2007 WLAN-Module nach der ersten Vorversion 802.11n Draft 1.0 für schnelle Funknetze aus, die erst 2008 abschließend spezifiziert werden sollen.