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Kreative: Zwischen Selbstausbeutung und KSK

Martin Kretschmer kann hingegen in der "Kriminalisierung der Kunden nicht die Lösung" sehen. Dafür gebe es schlicht "keine gesellschaftliche Akzeptanz". Er sieht ein solches Vorgehen sogar kontraproduktiv im Sinne einer Förderung der Kreativwirtschaft. Das Beispiel der Suchmaschinen oder des "User Generated Content" (UGC) sollte allen klar machen, dass Innovation oft in den Grauzonen des Urheberrechts stattfinde, oder jenseits davon. Das Urheberrecht müsse daher so umstrukturiert werden, dass derartige Innovationen nicht behindert werden, sagte Kretschmer. Wo das Urheberrecht immer stärker "Geräte und Technik reguliert", wären pauschale Geräteabgaben zur Entschädigung der Urheber besser geeignet als ein Verbot von Nutzungshandlungen. Die Abgaben könnten dann an die Kreativen verteilt werden, zum Beispiel durch Verwertungsgesellschaften, wobei Kretschmer einen für die Öffentlichkeit transparenten Verteilungsmechanismus befürwortete.

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Es ginge der Musikindustrie keineswegs darum, Innovationen zu verhindern, betonte Berger. Im Gegenteil fände er Innovation "total wichtig". Aber es ginge auch darum, heute "die Basis für die Vielfalt von morgen" zu legen. Dabei könne er sich durchaus flexible Finanzierungsmodelle vorstellen, die sich an das Beispiel der Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks oder die Mehrwertsteuer-Ermäßigung in der Buchbranche anlehnen.

Im Anschluss an den verbalen Schlagabtausch auf dem Podium hatte das Publikum die Gelegenheit zur Meinungsäußerung. Gefragt, ob sie sich ein Einkommen aus einem Topf mit Pauschalabgaben vorstellen könne, zeigte sich Judith Mair durchaus interessiert. Für ein anderes Mitglied des Auditoriums würde ein solches Finanzierungsmodell allerdings gleich "Kommunismus" darstellen. Ihm entgegnete ein Unternehmer aus der Softwarebranche, dass es den gefürchteten Kommunismus in Form der Künstlersozialkasse ja längst gebe. Dieses Modell sei durchaus ausbaufähig im Sinne der Vorschläge von Kretschmer. Er verwies darüber hinaus auf das spezielle Problem der Softwarebranche mit Softwarepatenten und steuerrechtliche Probleme mit der Finanzierung von Arbeitsplätzen in der Kreativbranche.

 Kreative: Zwischen Selbstausbeutung und KSKKreative: Zwischen Selbstausbeutung und KSK 

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Jorek 05. Aug 2009

Freut mich, dass andere das genauso sehen :)

O_o 20. Sep 2007

deine muddah!

hmmms 20. Sep 2007

Wer innerhalb von 10 Monaten was meinst du mit "letztes" Gehalt?

PCSchrotti 19. Sep 2007

... Guter Beitrag, aber hier: irrt der Schreiber: Ein Freiberufler und / oder...

schlafmütze 18. Sep 2007

künstlersozialkasse :P



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