Abo
  • Services:

Kreative: Zwischen Selbstausbeutung und KSK

Edgar Berger von Sony-BMG ("300 Arbeitsplätze in Deutschland") unterstützte Gorny in diesem Punkt und verwies sogleich auf die dramatische Lage seiner Branche. Auf der einen Seite würde "immer mehr Musik" gehört, auf der anderen Seite "hat sich der Branchenumsatz in den vergangenen Jahren fast halbiert". Da liefe etwas "falsch", klagte Berger, die Künstler würden immer weniger verdienen. Die Diskussion über den Wert geistigen Eigentums, besonders den "Wert von Musik", wollte er deshalb schon in den Schulen geführt sehen. Auch sei die vom Bundestag verabschiedete Urheberrechtsnovelle (2. Korb) "alles andere als ausreichend", betonte Berger und wiederholte die alten Forderungen der Musikindustrie nach einem Verbot intelligenter Aufnahmesoftware und der Einführung weiterer zivilrechtlicher Sanktionsmaßnahmen gegen Tauschbörsennutzer. Verbraucherschutz bedeute in seinen Augen auch, durch Urheberrechtsverschärfungen dafür zu sorgen, dass der Nachschub an kreativen Werken für die Zukunft gesichert würde.

Stellenmarkt
  1. Loy & Hutz Solutions GmbH, Freiburg im Breisgau
  2. ING-DiBa AG, Nürnberg

Damit handelte er sich Widerspruch vom Experten für Informationsrecht, Martin Kretschmer, ein. Der begrüßte zwar die Einführung des "analytischen Rahmens" einer "Kulturwirtschaft", verwies aber auch auf die damit verbundenen Abgrenzungsschwierigkeiten. "Was ist der kulturwirtschaftliche Teil des iPod?", fragte er provozierend? Solange man so wenig empirisches Wissen über die Zusammenhänge habe, müsse man vorsichtig sein, das "digitale Urheberrecht" als allgemeingültige Antwort anzusehen. Das Urheberrecht erfülle aus Sicht der Kreativen seine Funktion nicht, das habe er in einer großen Studie aktuell nachgewiesen. Er warf der Musikindustrie vor, sich im Hinblick auf die Weiterentwicklung des Urheberrechts auf ein "Nein-Modell" versteift zu haben und empfahl ihr, sich auf ein "Ja-Modell" zu konzentrieren. Dem hielt Berger entgegen, dass der iPod "ohne Musik nur ein Stück Plastik" sei.

Dieter Gorny sprang zur Unterstützung von Berger in die Bresche. Wenn niemand mehr für Musik und Filme bezahlen, sondern bloß noch kopieren würde, würden die Kreativen mangels Einkommen aufhören, neue Werke zu schaffen. "Es geht um die simple Verkaufbarkeit", so Gorny. Das Urheberrecht müsse "den Respekt vor denen, die die Idee haben", durchsetzen. Peer Steinbrück sicherte ihm zu, dass die Politik "auf der Seite derjenigen, die das Urheberrecht brauchen", stehen würde. Er wies zugleich auf die praktischen Schwierigkeiten der Durchsetzung mancher Forderungen der Musikindustrie hin.

 Kreative: Zwischen Selbstausbeutung und KSKKreative: Zwischen Selbstausbeutung und KSK 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7. 6
  8.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de

Jorek 05. Aug 2009

Freut mich, dass andere das genauso sehen :)

O_o 20. Sep 2007

deine muddah!

hmmms 20. Sep 2007

Wer innerhalb von 10 Monaten was meinst du mit "letztes" Gehalt?

PCSchrotti 19. Sep 2007

... Guter Beitrag, aber hier: irrt der Schreiber: Ein Freiberufler und / oder...

schlafmütze 18. Sep 2007

künstlersozialkasse :P


Folgen Sie uns
       


Amazons Fire TV Stick 4K - Test

Im Test konnte uns Amazons Fire TV Stick 4K überzeugen. Vor allem die neu gestaltete Fernbedienung macht die gesamte Nutzung wesentlich komfortabler. Damit ist der Fire TV Stick 4K auch für Nutzer interessant, die noch keinen 4K-Fernseher besitzen. Amazon verkauft den Fire TV Stick 4K für 60 Euro.

Amazons Fire TV Stick 4K - Test Video aufrufen
Interview Alienware: Keiner baut dir einen besseren Gaming-PC als du selbst!
Interview Alienware
"Keiner baut dir einen besseren Gaming-PC als du selbst!"

Selbst bauen oder Komplettsystem kaufen, die Zukunft von Raytracing und was E-Sport-Profis über Hardware denken: Golem.de hat im Interview mit Frank Azor, dem Chef von Alienware, über PC-Gaming gesprochen.
Von Peter Steinlechner

  1. Dell Alienware M15 wird schlanker und läuft 17 Stunden
  2. Dell Intel Core i9 in neuen Alienware-Laptops ab Werk übertaktet

Amazons Echo Show (2018) im Test: Auf keinem anderen Echo-Gerät macht Alexa so viel Freude
Amazons Echo Show (2018) im Test
Auf keinem anderen Echo-Gerät macht Alexa so viel Freude

Die zweite Generation des Echo Show ist da. Amazon hat viele Kritikpunkte am ersten Modell beseitigt. Der Neuling hat ein größeres Display als das Vorgängermodell und das sorgt für mehr Freude bei der Benutzung. Trotz vieler Verbesserungen ist nicht alles daran perfekt.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Update für Alexa-Display im Hands on Browser macht den Echo Show viel nützlicher
  2. Amazon Echo Show mit Browser, Skype und großem Display

Serverless Computing: Mehr Zeit für den Code
Serverless Computing
Mehr Zeit für den Code

Weniger Verwaltungsaufwand und mehr Automatisierung: Viele Entwickler bauen auf fertige Komponenten aus der Cloud, um die eigenen Anwendungen aufzubauen. Beim Serverless Computing verschwinden die benötigten Server unter einer dicken Abstraktionsschicht, was mehr Zeit für den eigenen Code lässt.
Von Valentin Höbel

  1. Kubernetes Cloud Discovery inventarisiert vergessene Cloud-Native-Apps
  2. T-Systems Deutsche Telekom will Cloud-Firmen kaufen
  3. Trotz hoher Gewinne Wieder Stellenabbau bei Microsoft

    •  /