Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Paid-Content ade: New York Times komplett kostenlos

Zahlende Kunden brachten rund 10 Millionen US-Dollar Jahresumsatz. Die New York Times stellt ihre Online-Abos ein und die eigenen Inhalte nun komplett kostenlos ins Netz. Auch das eigene Archiv öffnet die New York Times, zumindest für die Zeit nach 1987.
/ Jens Ihlenfeld
14 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Rund zwei Jahre nach Einführung von TimesSelect, in dessen Rahmen ausgewählte Inhalte nur gegen ein Abo zur Verfügung standen, wird das kostenpflichtige Angebot für alle freigegeben. TimesSelect kostete 49,95 US-Dollar pro Jahr bzw. 7,95 US-Dollar pro Monat und umfasste den Zugriff auf Kolumnen und das Archiv. Dabei sei man mit dem Erfolg – 227.000 zahlende Kunden zählte der Dienst – zufrieden gewesen, so das Blatt. Rund 10 Millionen US-Dollar Umsatz machte die New York Times mit den kostenpflichtigen Inhalten.

Auch das Archiv der New York Times steht nun in Teilen kostenlos im Netz. Dies gilt für Artikel, die von 1987 bis heute erschienen sind sowie die Jahrgänge 1851 bis 1922, die mittlerweile gemeinfrei ( Public Domain(öffnet im neuen Fenster) ) sind. Für Material von 1923 bis 1986 fallen zum Teil auch weiterhin Gebühren an.

Mit der Öffnung hofft die New York Times vor allem, den Traffic zu steigern, viele Nutzer kommen über Suchmaschinen auf die Site und seien kaum bereit, zu zahlen. Die mit der Öffnung erwartete Steigerung der Zugriffe soll, kombiniert mit stärkerer Werbevermarktung, zu insgesamt mehr Umsatz führen. Derzeit hat die Site rund 13 Millionen Unique Visitors nach Nielsen/NetRatings.

Bleibt derzeit noch das Wall Street Journal als eine der letzten großen Nachrichtenangebote, das mit Erfolg auf Paid-Content setzt. Die Site zählt rund eine Million zahlende Kunden. Allerdings könnte sich dies mit der Übernahme durch Rupert Murdoch ändern, denn dieser hat bereits entsprechende Pläne erkennen lassen.


Relevante Themen