Display-Technik: Mechanische "Spiegel" als interaktive Kunst
Sowohl der "Weave Mirror" als auch der "Peg Mirror" des 1961 in Israel geborenen und in New York lebenden Daniel Rozin(öffnet im neuen Fenster) werden erst seit ein paar Tagen in einer Galerie in New York gezeigt. Beim " Weave Mirror(öffnet im neuen Fenster) " setzt Rozin auf 768 motorisierte und laminierte Ausdrucke, die zu einem Halbkreis gebogen sind und einen Grauverlauf aufweisen. Jeder der "C-Rollen" kann - als mechanischer Pixel - mit Hilfe eines Motors von hell nach dunkel gedreht werden.
Dabei sind die Rollen abwechseln vertikal und horizontal ausgerichtet, so dass sich ein Webmuster wie bei einem Korb ergibt. Die resultierende 768 Rollen umfassende mechanische Matrix (148 x 193 x 20 cm) kann ihre "Pixel" sichtbar, aber doch schnell zwischen Graustufen wechseln. Der vor der interaktiven Skulptur stehende Betrachter wird von einer Kamera aufgenommen, deren Bild von einer eigens entwickelten Software umgerechnet und zur Steuerung der Rollen-Pixel verwendet wird.
Beim " Peg Mirror(öffnet im neuen Fenster) " setzt Rozin auf 650 runde Holzstäbe mit schräg zugeschnittenem Ende, das von oben beleuchtet je nach Rotation einen anderen Schatten wirft. Die Holzstäbe verlaufen konzentrisch um eine in der Mitte der Skulptur versteckte Kamera. Auch hier rechnet eine Software das Videobild in geometrische Formen um, um es von der Mechanik in verfremdeter Form "Pixel für Pixel" wiedergeben zu können. Anders als beim Weave Mirror werden die Hölzer des Peg Mirror lautlos gedreht.
Im Jahr 2005 wartete der Künstler bereits mit seimem " Snow Mirror(öffnet im neuen Fenster) " auf. Hier projiziert Rozin ein "Spiegelbild" auf ein im Raum flatterndes hauchdünnes Tuch aus Seide ("Silk Screen"). Auch hier wird also der Betrachter per Kamera aufgenommen und in verfremdeter Form - erinnernd an ein Schneegestöber - gezeigt. Dieses interaktive Kunstwerk wird auf der "Fabrication"-Ausstellung der Bitforms-Galerie(öffnet im neuen Fenster) in New York gezeigt, die noch bis zum 6. Oktober 2007 einlädt.
Im Juni 2008 können Rozins mechanische Displays dann auch in Europa, genauer gesagt in Madrid in der spanischen Nationalgalerie Reina Sofía im Rahmen der ArtFutura-Ausstellung in Aktion gezeigt werden. Neben dem Peg Mirror sind dann laut Bitforms auch ein " Trash Mirror(öffnet im neuen Fenster) " (2001) und ein " Circles Mirror(öffnet im neuen Fenster) " (2005) zu sehen.



