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Arcor hebt Webseiten-Sperrung auf

Sperrung traf ungewollt Dritte. Gut eine Woche lang hatte Arcor den Zugang zu einigen pornografischen Websites gesperrt und dafür viel Kritik geerntet, zumal keine gerichtliche Anordnung für die Sperrung vorlag. Aufgrund eines ungewollten Kollateralschadens hob Arcor die Sperrung nun wieder auf.
/ Jens Ihlenfeld
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Eigentlich wollte Arcor nur die drei Websites sex.com, youporn.com und privatamateure.com sperren. Die Begründung: Dort wird Pornografie ohne ausreichende Altersprüfung angeboten und ein deutscher Konkurrent hätte bei Arcor auf die Sperrung gedrängt.

Allerdings sperrte Arcor dabei nicht nur einzelne Domains, sondern gleich die ganze IP-Adresse und somit auch den Zugriff auf andere Websites, die auf dem gleichen Server lagen. So war aus dem Arcor-Netz unter anderem der Zugriff auf die Website des Industrial Ethernet Kongress(öffnet im neuen Fenster) und des Linux-Kernel-Debugger Linice(öffnet im neuen Fenster) nicht mehr möglich.

Auf entsprechende Hinweise von Spiegel-Online(öffnet im neuen Fenster) reagierte Arcor nun und hob die Sperrung auf. Zudem will Arcor vorerst nicht "nachsperren", denn die Sperrung traf zwar Dritte, die Porno-Anbieter aber umgingen die Sperren, indem sie die IP-Adressen wechselten und sich eine Art Katz-und-Maus-Spiel mit Arcor lieferten, bestätigte Arcor gegenüber Golem.de.


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