Abo
  • Services:

US-Mobilfunkanbieter will kostenlose Konkurrenz verhindern

Klage gegen FCC wegen Open-Access-Bestimmungen

Der US-Mobilfunkanbieter Verizon Wireless will verhindern, dass Teile des Funkspektrums im 700-MHz-Band öffentlich zugänglich werden. Verizon Wireless klagt deshalb gegen die Federal Communications Commission (FCC), die Open-Access-Regeln für eine bevorstehende Frequenzauktion aufgestellt hat.

Artikel veröffentlicht am ,

Mit dem nahenden Ende der analogen Fernsehübertragungen werden weltweit nicht mehr benötigte Frequenzbereiche im Funkspektrum frei. Nach den Erfahrungen mit den Mobilfunkauktionen der vergangenen Jahre wollen viele Staaten durch Versteigerungen der frei werdenden Frequenzbereiche Milliardeneinnahmen erzielen. In den USA steht für Februar 2009 die Versteigerung von Teilen der UHF-Kanäle 52 bis 69 bevor, das entspricht dem Frequenzbereich von 698 MHz bis 806 MHz. Bereits im Juli 2007 hatte die für die Auktion zuständige Behörde FCC den Entwurf für die Auktionsbestimmungen veröffentlicht.

Stellenmarkt
  1. BIOTRONIK SE & Co. KG, Berlin
  2. VMT GmbH, Bruchsal

Nach den Erfahrungen mit dem erfolgreichen WLAN hat die FCC Unterstützung für Vorschläge bekundet, Teile der versteigerten Frequenzbereiche öffentlich zugänglich zu machen. Die Idee eines Open Access zum breitbandfähigen Funkspektrum hat unter anderem die Unterstützung von Google gefunden. Große Mobilfunkanbieter wie AT&T und Verizon Wireless haben sich dagegen ausgesprochen. Sie befürchten eine kostenlose Konkurrenz für ihre hochpreisigen Mobilfunkangebote. Die Ankündigung von Google, sich an der Auktion beteiligen zu wollen, hat ihre Ängste nicht geringer werden lassen.

Google hat es nicht bei bloßen Ankündigungen belassen, sondern einen Vorschlag zur Aufnahme von vier konkreten Open-Access-Bestimmungen in den Katalog der Auktionsregeln unterbreitet. Diese sollten für offene Anwendungen, offene Geräte, offene Dienste und offene Netzwerke gelten. Die Begeisterung der FCC hielt sich in Grenzen. Von den vier Vorschlägen wurden lediglich zwei akzeptiert. Demnach werden die Erwerber der Frequenzbereiche verpflichtet, jedes Gerät und jedes legale Anwendungsprogramm in ihren Netzwerken benutzen zu lassen. Der Geräte-Netzwerkbindung, die viele Mobilfunkanbieter bevorzugen, würde so weitgehend der Boden entzogen.

Hatte es anfänglich noch den Anschein, als ob die Mobilfunkanbieter sich mit den FCC-Regeln arrangieren würden, so hat sich zumindest Verizon Wireless anders besonnen. Anfang der Woche hat das Unternehmen Klage gegen die FCC eingereicht. Verizon Wireless will erreichen, dass das Gericht die beiden Open-Access-Bestimmungen aus den Auktionsregeln streicht. Die FCC hätte mit diesen Bestimmungen ihre Zuständigkeit übertreten, argumentiert Verizon Wireless.

Die Open-Access-Regeln seien "willkürlich und kapriziös, nicht durch die Faktenlage begründet und verstießen überhaupt gegen das Gesetz". Googles Antwort darauf: "Das Frequenzspektrum gehört nicht einer einzelnen Firma von Geburt wegen. Es ist vielmehr eine einzigartige und wertvolle Ressource, die allen Amerikanern gehört. [...] Es ist bedauerlich, dass sich Verizon Wireless dazu entschieden hat, mit Hilfe der Gerichte die Wahlmöglichkeiten der Verbraucher einschränken zu wollen. Wieder einmal gehören die amerikanischen Verbraucher zu den Verlierern." [von Robert A. Gehring]



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (Neuware für kurze Zeit zum Sonderpreis bei Mindfactory)
  2. und The Crew 2 gratis erhalten

Tobias Claren 27. Mär 2011

Ich erinnere mich noch an "DIRC". Das sollten Boxen sein, die per Funk Verbindung zu...

asdfghjkkl 17. Sep 2007

was sind das eigentlich für dämliche Trolls die ständig die rechtschreib, bzw tippfehler...

Fehlerteufel 17. Sep 2007

"schade, daSS"! Ist das denn so schwer?

kimnotyze 16. Sep 2007

Weil es nicht nur um dich geht.


Folgen Sie uns
       


Gemini PDA - Test

Ein PDA im Jahr 2018? Im Test sind wir nicht restlos überzeugt - was vor allem an der Gerätegattung selber liegt.

Gemini PDA - Test Video aufrufen
Urheberrrecht: Etappensieg für Leistungsschutzrecht und Uploadfilter
Urheberrrecht
Etappensieg für Leistungsschutzrecht und Uploadfilter

Trotz aller Proteste: Der Rechtsausschuss des Europaparlaments votiert für ein Leistungsschutzrecht und Uploadfilter. Nun könnte das Plenum sich noch dagegenstellen.

  1. Leistungsschutzrecht Nur Einschränkungen oder auch Chancen?
  2. Vor Abstimmung 100 EU-Abgeordnete lehnen Leistungsschutzrecht ab
  3. Urheberrecht EU-Staaten für Leistungsschutzrecht und Uploadfilter

Elektroautos: Ladesäulen und die Tücken des Eichrechts
Elektroautos
Ladesäulen und die Tücken des Eichrechts

Wenn Betreiber von Ladestationen das Wort "eichrechtskonform" hören, stöhnen sie genervt auf. Doch demnächst soll es mehr Lösungen geben, die die Elektromobilität mit dem strengen deutschen Eichrecht in Einklang bringen. Davon profitieren Anbieter und Fahrer gleichermaßen.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. WE Solutions Günstige Elektroautos aus dem 3D-Drucker
  2. Ladesäulen Chademo drängt auf 400-kW-Ladeprotokoll für E-Autos
  3. Elektromobiltät UPS kauft 1.000 Elektrolieferwagen von Workhorse

Business-Festival: Cebit verliert 70.000 Besucher und ist hochzufrieden
Business-Festival
Cebit verliert 70.000 Besucher und ist hochzufrieden

Cebit 2018 Zur ersten neuen Cebit sind deutlich weniger Besucher als im Vorjahr gekommen. Dennoch feiern Messe AG, Bitkom und Aussteller den Relaunch der Veranstaltung als Erfolg. Die Cebit 2019 wird erneut etwas verlegt.

  1. Festival statt Technikmesse "Die neue Cebit ist ein Proof of Concept"

    •  /