Zeno - Sprechender Roboterjunge mit externem Gehirn

Damit soll Zeno sehr agil sein, kann nicht nur selbst balanciert stehen und laufen, sondern sich auch hinlegen und wieder aufstehen, mit den Armen gestikulieren, lächeln, die Augen sowie den Mund schließen und öffnen sowie Augenkontakt suchen. Gesteuert wird Zeno per WLAN über einen PC, der als rechenstarkes "Gehirn" dient. Ohne den PC kann Zeno zwar auch agieren, dann aber nur mit eingeschränktem Funktionsumfang.
Damit Zeno mehr kann als die Konkurrenten hat sich Hanson Robotics(öffnet im neuen Fenster) bei der Entwicklung auch mit Massive Software(öffnet im neuen Fenster) zusammengetan. Deren Software für Künstliche Intelligenz (KI) wurde u.a. in Filmen wie Herr der Ringe, Happy Feet und Ratatouille eingesetzt. Ziel ist es laut Hanson, einen Roboter zu bauen, der ein 3D-Abbild seiner Umgebung nutzt, um physische Aktionen und Reaktionen zu steuern.
Die für die Analyse der Bilddaten und die Entscheidungsfindung genutzte Massive-Software soll es Zeno ermöglichen, selbst zu navigieren und mit Gesichtsausdrücken und Bewegungen auf das in der Umgebung Gesehene zu reagieren. Hanson hat dazu eine "Charakter-Engine" entwickelt, die auch eine Spracherkennung mit künstlicher Intelligenz verknüpft. Damit soll Zeno Antworten geben, entsprechend reagieren und die Gesichter von Sprechern ihren Stimmen zuordnen sowie sich an sie und ihre Namen erinnern können.
Mit seiner synthetischen Sprachausgabe und künstlicher Intelligenz soll Zeno als Gesprächspartner dienen können, wovon aber vermutlich nicht zu viel erwartet werden sollte. Darüber hinaus ist Zeno vermutlich auch Erzähler, denn rund um den "Roboter-Jungen" strickt Hanson Robotics noch eine Science-Fiction-Geschichte und hofft, sie Film- und Comic-Produzenten anbieten zu können.
Der etwa 43 cm hohe Zeno wiegt etwa 2,7 kg und bezieht seine Energie von Lithium-Polymer-Akkus. Sobald der Akku nicht mehr genug Energie liefern kann, bittet der kindliche Roboter seinen Besitzer um Hilfe und drängt ihn zum Aufladen. Laut offiziellem Zeno-Blog(öffnet im neuen Fenster) hält der kleine Racker derzeit nur 20 Minuten durch.
"Zenos vordefinierte Bewegungen und Aktionen haben unbegrenzte Permutationen und er wird mit der Zeit intelligenter und bekommt mehr [von seiner Umwelt] mit" , so David Hanson. Das Ziel sei es, ihn als Kinderspielzeug auf den Markt zu bringen, das den Kindern auch etwas beibringen kann. Die in Zeno steckende Technik hat laut David Hanson ein großes Potenzial für den Heimunterhaltungsmarkt.
Bis das Spielzeug reif für die Massenproduktion ist, wird aber noch einige Zeit vergehen. Später sollen auch noch weitere Roboter folgen, die ebenfalls Teil der RoboKind-Serie sind, die Hanson Robotics mit Zeno starten will. Bekannt wurde das texanische Unternehmen Hanson Robotics u.a. durch seinen laufenden und redenden Albert-Einstein-Roboter sowie seinen den Science-Fiction-Autor Philip K. Dick imitierenden Konversationsroboter.



