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Musiksammlung streamen: LockerSync 3.0 löst Oboe ab

Die eigene Musiksammlung im Webbrowser oder im Netzwerk-Player. Mit dem neuen LockerSync 3.0 - der Nachfolger von Oboe 2.0 - für Windows, Mac und Linux kann die eigene Musiksammlung auf die Server von MP3tunes geladen werden. Von dort kann sie jederzeit ortsunabhängig über das Internet mittels Webbrowser oder bestimmten Netzwerk-Playern wiedergegeben werden.
/ Christian Klaß
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Im Vergleich mit Oboe soll LockerSync 3.0 schneller arbeiten und gleichzeitig den Prozessor weniger belasten. Verbessert wurden auch die Bedienoberfläche und die Zeitsteuerung für die automatische Synchronisierung. Werden neue Musikstücke und .M3U-Playlisten in der privaten Sammlung entdeckt, kopiert sie die Software über das Internet in MP3tunes "Music Locker".

Bei den Musikdateien werden folgende Formate unterstützt: MP3, MP4, M4A, M4P, AAC, WMA, OGG, AIF, AIFF und MIDI. Der MP3tunes-Dienst funktioniert zwar nur mit Musikstücken, die nicht in einem DRM-Korsett stecken, doch es gibt ein wachsendes kommerzielles Angebot an DRM-freier Musik, die der Nutzer auf beliebigen Geräten abspielen kann und nicht an eine Plattform gebunden ist.

Die im eigenen Music Locker liegende Musik kann mit aktuellen Browsern abgerufen werden, eine Voraussetzung ist jeweils die Flash-Unterstützung für die Wiedergabe-Oberfläche. Alternativ kann zur Wiedergabe auch ein Winamp-Plug-In (Windows) anstelle des Browsers genutzt werden, auch für iTunes gibt es ein Plug-In (MacOS X/Windows).

Bei Abschluss eines Abos können auch eigenständige Netzwerk-Audioplayer auf den Dienst zugreifen, das ist etwa mit Logitechs Squeezebox und Terratecs Noxon-iRadio-Geräten möglich. Die ZonePlayer von Sonos werden bisher nicht unterstützt. Unabhängig ob Browser, Winamp oder Netzwerk-Audioplayer - mehr als zwei Geräte können nicht gleichzeitig auf die Musik zugreifen.

MP3tunes unterscheidet zwischen kostenloser und kostenpflichtiger Nutzung des Music Lockers. Mittlerweile gibt es beim kostenlosen Dienst keine Speicherplatz- und Bandbreitenlimitierung mehr, dafür dürfen einzelne Musikdateien aber nicht mehr als 10 MByte groß sein. Das ist allerdings eher für Fans verlustfreier Kompression interessant.

Wer pro Jahr 40,- Dollar für den Premium-Dienst zahlt, kann 50 MByte große Musikstücke hochladen - und seine kompatiblen Netzwerk-Audioplayer mit dem Music Locker nutzen.

Die zum Music Locker gehörende Synchronisierungssoftware LockerSync 3(öffnet im neuen Fenster) befindet sich noch im Betatest. Unterstützt werden Windows, MacOS X und Linux. Entwickler können auf den Music Locker mit Hilfe der Music API (Application Programming Interface) von MPTunes mit eigenen Anwendungen zugreifen.

Hinter MP3tunes.com(öffnet im neuen Fenster) steht Michael Robertson, der MP3.com(öffnet im neuen Fenster) gründete, sich deswegen mit der Musikindustrie anlegte, verlor und dann an Vivendi Universal verkaufte .


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