Tintenstrahldrucker stehen Pate für ein Medikamentenpflaster
Das Pflaster soll Pillen oder Spritzen überflüssig machen, die Wirkstoffe sollen ähnlich wie bei Nikotinpflastern über die Haut in den Körper gelangen. Dabei ermöglicht der Flicken das Zuführen von verschiedenen Medikamenten zeitversetzt, so dass sich die Wirkstoffe nicht gegenseitig stören. Neben der exakten Zeitsteuerung ermöglicht das Pflaster auch eine Abfrage der Medikamentenhistorie des Patienten und eine Überprüfung der Interaktion verschiedener Wirkstoffe in einer entsprechenden Wirkstoffliste.
Die von HP entwickelte Technik basiert auf Mikronadeln, die ganz leicht in die Haut ritzen. Diese Nadeln sollen die Medikamente schnell in die Blutbahn bringen, dadurch sollen genauere und damit auch kleinere Dosierungen möglich werden.
Diese neue Art der Medikamentenversorgung entstand bei HP ursprünglich aus der Vorgabe heraus, Druckertechnologien für andere Märkte nutzbar zu machen. Das Verteilen von Medikamenten ähnelt dem Prinzip, das Tintenstrahldruckern beim Aufbringen der Tinte auf Papier zu Grunde liegt. Auch hier geht es darum, möglichst feine Tröpfchen auf eine Oberfläche zu übertragen.