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Unter die Lupe genommen: S-Serie von Navman

GPS mit TMC, Bluetooth und 2-Megapixel-Kamera. Navman hat eine weitere Navigationsgeräte-Reihe für Autofahrer vorgestellt. Die S-Serie kommt im überarbeiteten Design und mit aufgeräumter Menüstruktur, insgesamt gibt es vier Modelle, die nach Preis und Ausstattung gestaffelt sind. Während das S30 für 180,- Euro nur Basisfunktionen anbietet, hat Navman dem S90i neben Bluetooth, Text-to-Speech und TMC auch noch eine 2-Megapixel-Kamera spendiert.
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Alle vier Newcomer haben nur Karten für Autofahrer installiert, Fußgänger bleiben außen vor. Der Nutzer kann jedoch über eine Skala angeben, ob er lieber den schnellsten Weg, d.h. möglichst über Bundesstraßen oder Autobahnen, gelenkt werden will oder ob er den kürzesten Weg bevorzugt. Wenn er den Schwerpunkt auf "kürzester Weg" legt, sollen, wie Navman Golem.de gegenüber versichert, auch kleine Straßen verstärkt bei der Routenführung berücksichtigt werden.

Die Anzeige erfolgt auf einem Breitbild-Touchscreen mit 4,3 Zoll Bilddiagonale und einer Auflösung von 480 x 272 Pixeln. Ausnahme ist das S30, das nur ein 3,5-Zoll-Display mitbringt. Das Top-Modell S90i hat Karten aus 21 europäischen Ländern vorinstalliert. Über Bluetooth lässt es sich mit dem Handy koppeln und als Freisprecheinrichtung nutzen. Dabei kann der Nutzer die Telefondaten auf das GPS übertragen, allerdings merkt sich das Navman-Gerät nur Namen und Telefonnummer. Die Adresse kann es nicht verarbeiten, so dass kein Kontakt aus dem Adressbuch genutzt werden kann, um dorthin zu navigieren. Auf Nachfrage von Golem.de erklärt Navman, dies liege daran, dass jeder Handyhersteller sein Adressbuch anders formatiere und es daher beim Importieren der Infos mit Adresse zu Problemen käme.

Ist das Navigationssystem via Bluetooth mit dem Handy gekoppelt, zeigt es nicht nur eingehende Anrufe, sondern auch empfangene SMS-Nachrichten an und liest sie via Text-to-Speech vor. Beim S70 und S50 ist zwar ebenfalls Bluetooth integriert, die Text-to-Speech-Funktion fehlt jedoch, daher werden die SMS nicht vorgelesen, sondern nur angezeigt.

Weiter hat Navman eine Funktion namens "NavPix" integriert. Damit soll der Nutzer mit Hilfe von Bildern navigieren können. Auf der Homepage des Herstellers finden sich entsprechende Fotos, die sich der Anwender auf den PC laden kann, um eine "Bilderroute" zusammenzustellen und sich anschließend von Ort zu Ort leiten zu lassen. Mit dem S90i kann er sogar eigene NavPix erstellen, da Navman hier eine 2-Megapixel-Kamera integriert hat. Das S90i ist übrigens das einzige Gerät, das ein "i" in der Produktbezeichnung trägt: Das "i" steht interessanterweise für Eye – gemeint ist die Kamera.

Des Weiteren verfügen bis auf das S30 alle S-Serie-Geräte über ein TMC-Modul, den Navman Desktop Manager mit Fahrtenrechner, der statistische Daten wie Strecke, Geschwindigkeit etc. auswertet, und die Möglichkeit, wie beim Handy eine PIN einzugeben, die als Diebstahlschutz fungieren soll.

Die Menüführung bei den Geräten ist gut gelungen: Es gibt ein Hauptmenü, das jeweils sechs Menüpunkte pro Seite umfasst. Insgesamt musste Navman drei Hauptmenü-Seiten anlegen. Egal, wie tief der Nutzer auch in das Menü eingetaucht ist, über den Menü-Button unten in der Mitte findet er immer wieder auf die Startseite zurück. Ferner gibt es eine "Zurück"-Taste. Damit bietet Navman eine sehr viel intuitivere Nutzerführung als beispielsweise Merian mit seinem scout Navigator, bei der der Nutzer bereits nach zwei Klicks nicht mehr weiß, wo er sich eigentlich befindet.

Ebenfalls sehr gut gelungen ist die Adresseingabe: So kann der Nutzer unter "Einstellungen" festlegen, ob eine QWERTZ-Tastatur, eine alphabetisch geordnete Tastatur oder eine Handy-Tastatur mit T9-Texterkennung angezeigt werden soll.

Ein Problem bei der Adresseingabe ist allerdings immer noch nicht gelöst: Der Nutzer muss nach wie vor bei jeder neuen Routenplanung die Stadt eingeben – selbst wenn er immer nur in einer Stadt unterwegs ist.

Ein weiteres Manko, sowohl beim Flaggschiff S90i als auch bei beiden billigeren Geräten, besteht darin, dass die Lautstärkeregelung ein wenig versteckt ist und das GPS den Pegel auch nicht automatisch erhöht, wenn der Wagen schneller wird, so wie es beispielsweise die Navigationssysteme von Blaupunkt tun.

Alle neuen S-Modelle sind mit einem SIRFIII-Chip ausgestattet. Das S90i, das S70 und das S50 messen 80 x 140 x 20 Millimeter und wiegen 198 Gramm. Der Speicher beim S90i beläuft sich auf 2 GByte und 96 MByte SD-RAM. Beim S70 sind es ebenfalls 2 GByte, jedoch nur 64 MByte SD-RAM. Das S50 verfügt auch über 64 MByte SD-RAM, jedoch nur 512 MByte Flash-Speicher. Das S30, das mit 78 x 112 x 20 Millimetern und 168 Gramm kleiner und leichter ist, kommt mit 32 MByte SD-RAM und 512 MByte Flash-Speicher daher. Alle Geräte lassen ihren Speicher mit SD- bzw. MMC-Karten erweitern.

Das S90i, das S70 und das S50 sollen bis zu 5 Stunden Fahrt durchhalten, ohne an den Zigarettenanzünder angeschlossen zu sein, das S30 schafft laut Navman nur gute 4 Stunden.

Das S30, S50 und S70 sollen ab September 2007 zu haben sein, im Oktober soll das S90i folgen. Für das S30 will Navman 179,99 Euro, das S50 liegt bei 249,99 Euro, das S70 kostet 299,99 Euro und das Flagschiff S90i soll mit 399,99 Euro zu Buche schlagen.


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