Abo
  • IT-Karriere:

Racetrack Memory - IBM erforscht Universalspeicher

Magnetische Nano-Strukturen sollen Flash und Festplatte ersetzen

Im kalifornischen Almaden, unweit San Francisco im Silicon Valley, arbeitet ein bekannter IBM-Forscher an einer neuen Speichertechnologie namens "Racetrack Memory". Die Speicherung von Informationen erfolgt dabei immer noch magnetisch, aber in einer dreidimensionalen Halbleiterstruktur. Im Ergebnis sollen sich die Vorteile von Flash-Speichern und Festplatten vereinen.

Artikel veröffentlicht am ,

Das ist das Ende der Festplatte - zumindest, wenn IBM-Fellow Stuart Parkin zum zweiten Mal Recht behält. Bereits 1991 entdeckte er den Effekt der "Giant Magneto Resistance" (GMR), der seit 1997 ein Standardverfahren für die Konstruktion der Schreib-/Leseköpfe von Festplatten ist.

Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, Meckenheim
  2. Universitätsmedizin Göttingen, Göttingen

Konzept des Racetracks (Bild: IBM)
Konzept des Racetracks (Bild: IBM)
Was Perkin und sein Team derzeit in den IBM-Labors austüfteln, könnte nicht weniger revolutionär sein. Neben der Entwicklung von MRAM, das gerade die Massenfertigung erreicht hat, steht in Almaden das bisher nur "Racetrack Memory" genannte Verfahren auf dem Programm. Ihren Namen hat die Speichertechnologie von der Form eines Nano-Drahtes, der um die Kante eines Silizium-Chips gelegt wird. Genauer sollen es nicht ein Draht, sondern Milliarden der Nano-Strukturen sein. Die einzelne Schlaufe erinnert dabei optisch an einen Rundkurs, wie ihn US-amerikanische Rennstrecken darstellen.

Durch den Racetrack bewegen sich Magnetfelder, die je einem Bit entsprechen mit umgerechnet 100 Metern pro Sekunde - die Zugriffszeiten sollen sich damit im Bereich von einer Nanosekunde bewegen, wie Parkin der New York Times sagte. Der Schreib-/Lesekopf sitzt dabei auf dem Silizium. Anders als bei Festplatten steht er also fest, und der Datenträger - die Ladungen im Nano-Draht - wird daran vorbeigeführt. Neben höheren Geschwindigkeiten für Massenspeicher sollen sich damit auch die Speicherdichten drastisch erhöhen lassen, da man nicht mehr auf die Beschränkungen des Siliziums wie bei aktuellen Flash-Speichern angewiesen ist. Vielmehr nutzt der Racetrack die dritte Dimension, nicht mehr nur das dichtere Packen von Speicherzellen. Stuart Parkin geht von einem Faktor 100 gegenüber rotierenden Magnetscheiben aus.

Damit ist das Racetrack Memory nicht mehr nur als Flash-Ersatz, sondern auch als mögliche Nachfolge der Festplatten interessant. Deren größter Vorteil liegt neben der Geschwindigkeit derzeit noch in einem konkurrenzlos günstigen Verhältnis von Speicherplatz zu Preis. Wenn sich die Rennkurs-Speicher bei hundertmal höherer Dichte als Festplatten mit gängigen Halbleiter-Verfahren herstellen lassen, dürfte sie recht günstig werden. Laut der New York Times rechnet Parkin in den kommenden drei bis fünf Jahren mit dem Status der Serienreife für das Racetrack Memory - etwas weniger, als es bei GMR gebraucht hat.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Smartphones, TVs, Digitalkameras & Tablets reduziert)
  2. 139,99€ (Bestpreis - nach Abzug 20€-Coupon)
  3. 749,00€
  4. 199,00€

mthomas 14. Sep 2007

IBM of late has made a move into spintronic atomic storage with IBM's Parkins new...

Brösel 14. Sep 2007

so hat man das vieleicht früher gemacht! ich habe meine festplatte auch festgeschraubt...

berson 14. Sep 2007

Der limitierende Foktor befindet sich nicht IM sondern VOR dem Rechner :P

/b/ 13. Sep 2007

musste mal wieder sein ;)

Mr. Spin 13. Sep 2007

Zitat Artikel: "Das ist das Ende der Festplatte - zumindest, wenn IBM-Fellow Stuart...


Folgen Sie uns
       


Google Pixel 4 und Pixel 4 XL ausprobiert

Google hat seine neuen Pixel-Smartphones vorgestellt: Im ersten Hands on machen das Pixel 4 und das Pixel 4 XL einen guten Eindruck.

Google Pixel 4 und Pixel 4 XL ausprobiert Video aufrufen
WLAN-Kameras ausgeknipst: Wer hat die Winkekatze geklaut?
WLAN-Kameras ausgeknipst
Wer hat die Winkekatze geklaut?

Weg ist die Winkekatze - und keine unserer vier Überwachungskameras hat den Dieb gesehen. Denn WLAN-Cams von Abus, Nest, Yi Technology und Arlo lassen sich ganz einfach ausschalten.
Von Moritz Tremmel

  1. Wi-Fi 6 Router und Clients für den neuen WLAN-Standard
  2. Wi-Fi 6 und 802.11ax Was bringt der neue WLAN-Standard?
  3. Brandenburg Vodafone errichtet 1.200 kostenlose WLAN-Hotspots

Gemini Man: Überflüssiges Klonexperiment
Gemini Man
Überflüssiges Klonexperiment

Am 3. Oktober kommt mit Gemini Man ein ambitioniertes Projekt in die deutschen Kinos: Mit HFR-Projektion in 60 Bildern pro Sekunde und Will Smith, der gegen sein digital verjüngtes Ebenbild kämpft, betreibt der Actionfilm technisch viel Aufwand. Das Seherlebnis ist jedoch bestenfalls komisch.
Von Daniel Pook

  1. Filmkritik Apollo 11 Echte Mondlandung als packende Kinozeitreise

Alexa: Das allgegenwärtige Ohr Amazons
Alexa
Das allgegenwärtige Ohr Amazons

Die kürzlich angekündigten Echo-Produkte bringen Amazons Sprachassistentin Alexa auf die Straße und damit Datenschutzprobleme in die U-Bahn oder in bisher Alexa-freie Wohnzimmer. Mehrere Landesdatenschutzbeauftragte haben Golem.de erklärt, ob und wie die Geräte eingesetzt werden dürfen.
Von Moritz Tremmel

  1. Digitaler Assistent Amazon bringt neue Funktionen für Alexa
  2. Echo Frames und Echo Loop Amazon zeigt eine Brille und einen Ring mit Alexa
  3. Alexa Answers Nutzer smarter Lautsprecher sollen Alexa Wissen beibringen

    •  /