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DVB-T2: Kommender Standard auch für HDTV per Antenne

Entwicklung gestartet, Endgeräte frühestens 2009. Das DVB-Konsortium (Digital Video Broadcast) arbeitet an der Entwicklung eines neuen Standards als Nachfolger des digitalen Antennenfernsehens DVB-T. Das neue System soll mit bisherigen Techniken koexistieren und alle Möglichkeiten der Verbreitung von Fernsehen per Antenne vereinen – inklusive hoch aufgelöster Bilder.
/ Nico Ernst
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Peter MacAvock, Leiter des DVB-Projekts, sagte gegenüber der EETimes(öffnet im neuen Fenster) , dass das Konsortium bei der Entwicklung von DVB-T2 alle möglichen Optionen überprüfen wolle. Dies reiche von neuen Kompressionsverfahren bis hin zu einem erweiterten Frequenzspektrum oder neuen Funktechniken. Der neue Standard soll von Grund auf neu entwickelt werden und keine einfache Erweiterung von DVB-T darstellen.

Auf der Agenda der Ingenieure steht dabei auch die Übertragung von HDTV. Theoretisch ist dies auch mit dem heutigen DVB-T möglich. Die Zahl der Sender würde sich aber bei zweifelhafter Bildqualität deutlich verringern. Ein weiterer Kernpunkt ist die Integration von mobilen Funkstandards. Derzeit herrscht besonders in Europa ein Formatkrieg zwischen DMB und DVB-H. Das DVB-Konsortium will mit einem neuen Standard derartige Spaltungen unbedingt vermeiden, sagte MacAvock im Rahmen der IBC-Konferenz in Amsterdam.

Bereits Anfang 2008 will das DVB-Konsortium(öffnet im neuen Fenster) eine erste Version des Standards für DVB-T2 vorlegen, der dann – wie bei solchen Gremien üblich – mehrere Ratifizierungsrunden durchlaufen muss. MacAvock rechnet frühestens Ende 2009 mit einer Einführung von DVB-T2, dann sollen auch entsprechende Empfangsgeräte bereitstehen. Das bisherige DVB-T soll dabei aber nicht ersetzt werden, sondern neben DVB-T2 weiter bestehen. Beim digitalen Satellitenfernsehen DVB-S ist das mit der Erweiterung auf das HD-taugliche DVB-S2 bereits vollzogen.


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