Microsoft schließt vier Sicherheitslücken

Ein Security Bulletin weniger als angekündigt

Aus den fünf angekündigten Security Bulletins für den Patch-Day im September 2007 sind nun nur vier geworden. Microsoft hatte sich kurzfristig entschlossen, eines der fünf Security Bulletins noch nicht zu veröffentlichen. Somit korrigiert Microsoft in diesem Monat Fehler im Windows Live Messenger, in Windows und Visual Studio. Drei der Sicherheitslecks können zur Ausführung von Programmcode missbraucht werden.

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Die Windows-2000-Komponente "Microsoft Agent" weist ein gefährliches Sicherheitsleck auf. Angreifer können über eine manipulierte URL beliebigen Programmcode einschleusen und ausführen, weil durch den Aufruf Systemspeicher beschädigt werden kann. Das Opfer muss dann lediglich dazu gebracht werden, eine entsprechend präparierte Webseite zu besuchen. Das Sicherheitsloch soll nur Windows 2000 betreffen, andere Windows-Fassungen sind dagegen immun. Ein Patch soll den Fehler nun korrigieren.

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Ein weiteres Sicherheitsloch steckt im Windows Live Messenger bzw. im MSN Messenger. Der Instant-Messaging-Client verarbeitet Webcam-Sitzungen und Video-Chats nicht korrekt, so dass entsprechende Manipulationen daran dazu genutzt werden können, dass ein Angreifer auch hierüber beliebigen Code ausführen kann. Dazu muss er sein potenzielles Opfer zu einer entsprechenden Webcam- oder Video-Chat-Sitzung einladen. Mit einem Patch soll der Fehler im Windows Live Messenger 8.0 respektive im MSN Messenger 6.2, 7.0 sowie 7.5 korrigiert werden.

Über speziell gestaltete RPT-Dateien kann ein Angreifer über eine Sicherheitslücke in Microsofts Visual Studio ebenfalls beliebigen Programmcode ausführen. Ein Angreifer könnte eine solche RPT-Datei etwa per E-Mail versenden und das Opfer zum Öffnen des Anhangs verleiten. Für Visual Studio .NET 2002, .NET 2003 und Visual Studio 2005 steht ein Patch zum Download bereit.

Die vierte und letzte der für diesen Monat geplanten Security Bulletins behandelt einen Fehler in den Windows Services for UNIX 3.0 sowie 3.5 und dem Subsystem für UNIX-basierte Anwendungen. Hierbei werden setuid-Dateien falsch verarbeitet und ein lokal angemeldeter Nutzer kann sich höhere Rechte verschaffen. Microsoft stellt einen Patch für die betroffenen Windows-Versionen 2000, XP und Vista sowie Windows Server 2003 zum Download bereit.

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Die vier Sicherheits-Patches verteilt Microsoft zudem über die Update-Funktion des Betriebssystems, so dass diese auch darüber bezogen werden können.

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