Interview: Von MP3 zur Wellenfeldsynthese

Ein Interview mit dem MP3-Erfinder Karlheinz Brandenburg

Karlheinz Brandenburg gilt als MP3-Erfinder, auch wenn er dies nicht gern hört und auf das Team verweist, das hinter der Entwicklung steht. Heute beschäftigt sich Brandenburg unter anderem mit Themen wie Musikerkennung und Wellenfeldsynthese. Golem.de sprach mit ihm am Rande der Konferenz "Media in Transition 2007".

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Golem.de: Herr Professor Brandenburg, es heißt, Sie haben MP3 entwickelt, was eine Revolution in der Musikwelt auslöste. Benutzen Sie selbst einen MP3-Player?

Inhalt:
  1. Interview: Von MP3 zur Wellenfeldsynthese
  2. Interview: Von MP3 zur Wellenfeldsynthese

Karlheinz Brandenburg
Karlheinz Brandenburg
Brandenburg: Also zunächst einmal zucke ich immer zusammen, wenn es heißt, "Sie haben MP3 entwickelt". Ich habe zwar wesentliche Anteile daran, aber das war ein Team, und viele Leute, die Vorarbeiten geleistet haben, die mitgemacht haben. Zur Frage nach meinen MP3-Playern: Ja, wann immer ich auf Reisen bin, habe ich normalerweise sogar mehr als einen dabei. Ich habe mittlerweile eine Sammlung von über 15 Stück und im Zug und im Flugzeug höre ich gerne Musik von MP3-Playern.

Golem.de: Über MP3 wird oft im Zusammenhang mit "Piraterie", also dem unerlaubten Kopieren von Musik gesprochen. Haben Sie deswegen Schuldgefühle?

Brandenburg: Also ich finde es schade, wenn die Leute, die mit viel Einsatz kreativ Musik machen, sozusagen um die Frucht ihrer Bemühungen gebracht werden. Aber das ist etwas, was vor langer Zeit angefangen hat und nein, wir haben keine Schuldgefühle. Ich sage jetzt "wir" für das ganze Team. Wir arbeiten schon seit über zehn Jahren an Systemen, die einen lokalen Musikvertrieb ermöglichen und arbeiten auch heute noch an Ideen, um den Musikvertrieb zu verbessern.

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Golem.de: Wenn Sie bei MP3 noch einmal von vorn beginnen dürften, was würden Sie anders machen? Würden Sie überhaupt etwas anders machen?

Brandenburg: Also es gab Punkte, in denen wir den Markt sozusagen falsch eingeschätzt haben. Insgesamt muss ich sagen, in vielerlei Hinsicht hatten wir das Glück, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Golem.de: Benutzen Sie selbst einen Online-Musikservice und wenn ja, warum?

Brandenburg: Bis jetzt habe ich mir mal testweise einen Account besorgt. Ich benutze diesen aber noch nicht in großem Umfang. Ich denke, in Sachen Usability sind wir auch noch nicht ganz so weit, wie wir sein wollen. Wenn es jetzt mehr DRM-freie Musik gibt und mehr Player, die die Formate auch abspielen, dann werde ich das sicher sehr viel extensiver nutzen als jetzt.

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