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Interview: Von MP3 zur Wellenfeldsynthese

Golem.de: Sie haben in ihrem Vortrag das Potato-System kurz vorgestellt, bei dem man Musik mit Freunden teilen darf und automatisch der Urheber bzw. Rechteinhaber dafür entschädigt wird. Dieses System, so hat es den Anschein, ist nicht überragend erfolgreich. Warum ist das ihrer Meinung nach so?

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Brandenburg: Es ist ja ein System für gerade die jungen, die aufstrebenden, die ganz frischen Künstler. Künstler, die sonst vielleicht überhaupt keine Musik verkaufen würden. Für diese Leute ist es jetzt schon erfolgreich. Insgesamt ist es vielleicht auch eine Frage des Werbe-Budgets. Ich weiß nicht, wie viele Leute in Deutschland überhaupt von diesen Websites wissen. Es wäre schön, wenn die Möglichkeiten einfach bekannter würden.

Golem.de: Wenn Sie einen Blick in die Zukunft werfen - erwarten Sie, dass das MP3-Format seine Schlüsselstellung in absehbarer Zeit verlieren wird?

Brandenburg: Irgendwann natürlich, aber im Augenblick ist MP3 das einzige Format, das wirklich überall funktioniert, von allen Geräten unterstützt wird. In dieser Funktion wird es noch sehr lange Zeit gebraucht werden.

Golem.de: Würden Sie uns zum Schluss noch verraten, an welchen spannenden Projekten Sie gegenwärtig arbeiten?

Brandenburg: Da gibt es eine ganze Menge, wobei ich jetzt in der Situation bin, in der mein Doktorvater vor 25 Jahren war, nämlich Anstöße zu geben und dafür zu sorgen, dass junge Wissenschaftler die Rahmenbedingungen bekommen, damit sie ganz tolle Arbeit leisten können. Insofern arbeite ich nicht an Dingen, aber die Leute, die ich koordinierte. Zwei Projekte davon drehen sich um die Musikerkennung, die endlich richtig gut funktioniert. Dabei geht es insbesondere um die Musikempfehlung, also den "Mufin" bzw. "Music Finder", der es mir ermöglicht, innerhalb meiner Musik, die ich auf dem Computer habe, Playlisten automatisch nach meiner Stimmung zu generieren. Auf der anderen Seite ist die Wellenfeld-Synthese (IOSONO) ein ganz tolles Projekt. Das ist Klangwiedergabe, die in ihrer Natürlichkeit wirklich eine Größenordnung besser ist als alles, was es bisher gegeben hat. Das ist sozusagen wie der Schritt von Mono zu Stereo vor vielen Jahrzehnten. [Das Interview mit Karlheinz Brandenburg führte Robert A. Gehring auf der Konferenz "Media in Transition 2007"]

 Interview: Von MP3 zur Wellenfeldsynthese
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gardwin 13. Sep 2007

Gut auf den Punkt gebracht. Gardwin

hahass 12. Sep 2007

gibt sicher mehr drm freie musik als welche mit, gab ja mp3-sharing schon vor den firmen...

walnuss 12. Sep 2007

ja, genau! Da triffst du den Nagel auf den Kopf. Volltreffer. Bingo. Absolut richtig...


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