Virtualisierungs-Verwaltung von Google

Ganeti ist als Open Source verfügbar

Bereits Ende August 2007 veröffentlichte Google ein Programm zum Verwalten virtueller Xen-Maschinen. "Ganeti" entstand in den Züricher Google-Büros, um die Verwaltung von virtuellen Maschinen auf Clustern aus handelsüblicher Hardware zu erleichtern.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Nach Angaben von Google wurde Ganeti entwickelt, um die virtuellen Maschinen zu verwalten, die im Züricher Büro in einer Cluster-Umgebung laufen. Nun entschied sich der Suchmaschinengigant, die Software unter der GPLv2 zu veröffentlichen. Google verwendet dafür Xen und weitere Open-Source-Programme als Grundlage.

So muss Xen zum Einsatz von Ganeti auch schon auf den vorgesehenen Servern laufen. Wird dann zusätzlich Ganeti installiert, übernimmt die Software die Kontrolle der unprivilegierten Xen-Instanzen (DomU). Mit dem Google-Programm können beispielsweise virtuelle Festplatten angelegt und darauf Betriebssysteme installiert werden. Zudem lassen sich virtuelle Maschinen starten sowie stoppen und beim Ausfall eines Cluster-Knotens soll sich auf eine andere Maschine umschalten lassen.

Ganeti unterstützt nur Xen als Virtualisierungslösung und hierbei nur die Paravirtualisierung mit einem angepassten Gastsystem. Die volle Virtualisierung unmodifizierter Betriebssysteme, beispielsweise von Windows, mit einem Prozessor mit entsprechender Hardware-Virtualisierungstechnik kennt Ganeti nicht. Ausgelegt ist die Software für Cluster mit einer Größe von 1 bis zu 25 Knoten, die alle auf handelsüblichen Computern laufen.

Zur Wiederherstellung, falls ein physisches System ausgefallen ist, kann Ganeti normale LVM-Volumes, lokale RAID-1-Spiegel und mit DRDB auch RAID-1-Systeme über das Netzwerk verwalten. Export und Import zur Sicherung oder um virtuelle Maschinen zwischen Clustern zu migrieren, unterstützt Ganeti ebenfalls. Eine Live-Migrationsfunktion gibt es hingegen nicht.

Die Linux-Software Ganeti 1.2 Beta 1 steht bei Google Code zum Download bereit.

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