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Karstadt setzt auf RFID-Chips

Warenhaus-Konzern verabschiedet sich langsam von Strichcodes. Karstadt hat in einer ersten Filiale damit begonnen, Preisauszeichnungen über RFID-Chips vorzunehmen. Damit soll die berührungslose Lesetechnik bisherige Strichcodes langfristig ersetzen. Der Konzern versichert, dass die RFID-Etiketten keine Kundendaten speichern.
/ Ingo Pakalski
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Seit dem 10. September 2007 werden in der Karstadt-Filiale Düsseldorf RFID-Funkchips verwendet. RFID steht für "Radio Frequency Identification" und überträgt Informationen drahtlos an ein entsprechendes Lesegerät. Die Wirtschaft verspricht sich von dem Einsatz von RFID eine höhere Effizienz in der Logistik, weil sich der Warenbestand damit leichter und umfassender überblicken lassen soll.

Karstadt will durch die RFID-Technik erreichen, dass Kunden ihr gewünschtes Produkt in allen Größen und Farben jederzeit im Filialbestand vorfinden. Wie genau das durch die RFID-Technik gewährleistet werden soll, bleibt aber unklar. In jedem Fall verspricht sich der Warenhaus-Konzern dadurch, dass die Verfügbarkeit der Waren erhöht wird sowie die Lieferprozesse beschleunigt werden. Zudem solle falsch einsortierte Ware schneller gefunden werden können.

Zunächst wird die RFID-Technik nur in der Karstadt-Filiale Düsseldorf zu finden sein und dort auch nur eine Auswahl an Produkten umfassen. Neben Jeans-Bekleidung gehört dazu der Bereich "modern man". Die Kleidungsstücke sind mit einem RFID-Chip versehen, der seinen Lagerort meldet und somit das Auffinden vereinfachen soll. Zudem sollen sich Preisanpassungen so schneller als bisher umsetzen lassen, meint das Unternehmen. Bislang dauerte es rund drei Wochen, bis eine Preisänderung umgesetzt wurde. Dies soll fortan nur noch drei Tage dauern.

Zudem verspricht sich Karstadt von dem Einsatz der RFID-Technik, dass eine Jahresinventur überflüssig wird. Um Datenschutzsorgen entgegenzutreten, versichert Karstadt, dass die RFID-Chips ausschließlich Produktdaten aufweisen. Beim Kauf soll keine Verknüpfung mit personenbezogenen Daten erfolgen. An der Kasse wird der RFID-Chip von der gekauften Ware entfernt. Zudem will Karstadt seine Kunden über den Einsatz der neuen Technik informieren. Gegenüber der dpa gab Karstadt-Chef Peter Wolf bekannt, dass bis zum Herbst 2008 alle Herrenmode-Abteilungen bei Karstadt mit RFID-Technik ausgestattet sein werden.

Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit ADT, einem Anbieter von elektronischen Sicherheitslösungen, sowie RF-iT Solutions entwickelt, einem Anbieter für RFID-Software. Im Vorfeld wurde die Technik in Pilotversuchen erprobt.


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