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Media in Transition - Zwischen Werbung und User-Generiertem

Ajit Jaokar von Futuretext (London) diskutierte im Anschluss an Aris den Einfluss von "user generated content" auf Marketing und Strategie im Medienbereich. Wie schon seine Vorredner und -rednerinnen diagnostizierte Jaokar eine Verschiebung des Machtgefüges, weg von der "alten Elite" und hin zu neuen Akteuren. Alle seien dabei, die "traditionellen Verbreitungswege zu umgehen" und auf der Grundlage von offenen Formaten wie MP3 eine "Intimität zwischen Community und Kunden" herzustellen. Die gesammelte "Intelligenz der Nutzer" trüge dabei dazu bei, die Angebote durch Metadaten attraktiver zu gestalten. Hieß es früher "content is king", müsse es heute heißen "meta data is King Kong", so Jaokar. Wie weit das führen könne, ließe sich am Beispiel von Südkorea erahnen. Dort würden laut Jaokar 90 Prozent der über 20-Jährigen täglich das Online-Portal Cyworld benutzen. Und 90 Prozent aller gemachten Digitalfotos würden in sozialen Netzwerken landen.

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Lorenz Bogaert, Gründer von Netlog (mit Sitz in Gent, Belgien), lenkte die Aufmerksamkeit der Zuhörer auf einige andere, bisher weniger beachtete Punkte. Netlog wurde im Frühjahr 2006 gestartet und hat sich seitdem zum größten "social network" in Europa entwickelt. Zur Finanzierung setzt Netlog neben Werbung auch auf Micropayment. Für den Erfolg des Unternehmens sei neben der Möglichkeit zur Personalisierung durch die Nutzer auch die Lokalisierung maßgeblich verantwortlich. Gerade im multinationalen Europa legten die Nutzer großen Wert darauf, regionale Aspekte ihrer Identitäten zu pflegen. Für das zukünftige Wachstum der Web-2.0-Angebote sei weitgehende Interoperabilität eine wesentliche Voraussetzung, betonte Bogaert.

Chris Dumke von Mergd (Waterloo, Canada) wandte sich dann der Frage zu, wie man die Aufmerksamkeit der Nutzer auf ein bestimmtes Angebot lenken könne. Die Herausforderung sei, über Suchmaschinen und Empfehlungen in sozialen Netzwerken "in den Geist der Nutzer vorzudringen". Dabei geht es natürlich darum, über "Suchmaschinen-Marketing" und das Durchhangeln durch den "sozialen Graphen" qualifizierte Anzeigen an die Frau, den Mann und vielleicht auch das Kind zu bringen. Wer Werbeeinnahmen erzielen will, müsse seine Websites/Webseiten auf die typischen Algorithmen der Suchmaschinen zuschneiden. Dumke erläuterte dann anhand von Beispielen, was das konkret bedeutet. Die Zukunft, so Dumke zum Schluss, würde auf jeden Fall einer neuen Generation von Suchmaschinen gehören, die mit künstlicher Intelligenz, "sozialer" und semantischer Suche ganz neue Möglichkeiten bieten würden.

Die folgende Frage-Antwort-Runde drehte sich zu einem guten Teil darum, wie mit "user generated content" Einnahmen erzielt werden könnten - und wie die Nutzer angemessen daran beteiligt werden könnten. Aus dem Publikum kam dazu die "ketzerische" Bemerkung, dass die Vorschläge zum Teil stark an die Zeit der Sklavenhaltung erinnern würden, als von den Sklaven selbstverständlich erwartet wurde, dass sie kostenlos für ihre Beisitzer arbeiten würden. Am Ende herrschte größere Verwirrung auf dem Panel und im Publikum - "I really don't get it. Are we just talking or is there something real?" Einigkeit fand man wenigstens in einer Hinsicht: "It's only the beginning of something!" [von Robert A. Gehring]

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Schweinchen 11. Sep 2007

Hmmm indem es die Kunden als Schweine bezeichnet?

drottel 10. Sep 2007

Heul nicht rum, wenn so ein Forum produktiv WÄRE, dann würde es ja Kohle abwerfen oder...

Mac Jack 09. Sep 2007

Werbung erinnert dich vielleicht an etwas. Bei Lebensmitteln vielleicht daran dass du mal...

streax 08. Sep 2007

...und tausend andere auch, die Ihre Blogs führen oder in Forum schwachsinn posten... Das...

cho__ 08. Sep 2007

kein täggsd


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