Media in Transition - Die Zukunft der Mediendistribution

Während Last.fm auf die statistische Auswertung von Hörgewohnheiten setzt, will das von Magix CEO Jürgen Jaron (Berlin) vorgestellte Mufin-System mit der automatischen Analyse von Musik neue Wege gehen. Der Berliner Multimedia-Spezialist Magix hat sich mit den MP3-Entwicklern um Karlheinz Brandenburg vom Fraunhofer-Institut zusammengetan. Basierend auf der von den Fraunhofer-Forschern entwickelten AudioID-Technologie ist das Mufin-System in der Lage, typische Eigenschaften eines Musikstücks, wie Instrumentierung und Melodie, zu erkennen. Der musikalische Fingerabdruck wird zusammen mit anderen Metadaten im MPEG-7-Standard gespeichert und ermöglicht das schnelle Auffinden von ähnlichen Musikstücken. Im Vergleich zu anderen Verfahren sei AudioID "demokratisch", weil es bei der Analyse von Musik keine Unterschiede mache, betonte Jaron.

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Die Demonstration der Fähigkeiten von Mufin hinterließ bei den meisten anwesenden Zuhörern einen starken Eindruck, wie sich in der Pause zeigte. Mufin soll kommenden Monat als Kombination aus PC-Anwendung, Internetportal und APIs an den Start gehen. Selbstverständlich wird es den Nutzern auch die Möglichkeit bieten, Musikstücke nach eigenen Kriterien zu bewerten und per Mausklick online zu erwerben.

In seinem Vortrag wies Jürgen Jaron ausdrücklich auf die Bedeutung der Einhaltung von Standards für den Erfolg von Web-2.0-Applikationen hin. Nur über Standards sei es möglich, die Kataloge von unterschiedlichen Anbietern automatisiert zu verknüpfen und so den Bedürfnissen der Nutzer bestmöglich gerecht zu werden. Das wiederum sei die Voraussetzung dafür, sich von illegalen Angeboten qualitativ abzuheben. Die positive Benutzer-Erfahrung sei schlicht eines der wichtigsten Marketing-Instrumente für den Online-Musikvertrieb, so Jaron.

Auf die Musikportale folgte Paul Pod von Tioti.com (London), einem Portal für Filmmaterial. Wie seine Vorredner betonte Pod die Bedeutung von Funktionen für soziales Networking (Freunde, Gruppen), zur Bewertung und zum bequemen Auffinden von Inhalten. Tioti.com versteht sich ähnlich wie Last.fm als "social media aggregator", allerdings für Filme und Videos. Die Plattform ist noch im Aufbau begriffen und befindet sich derzeit im Beta-Stadium. Das Ziel bei Tioti.com sei, so Paul Pod, "die TV-Verwertungskette grundsätzlich zu ändern", Fernsehen zu personalisieren. Technologisch setze man dabei auf die Integration von lizenzierten elektronischen Programmführern (EPGs), auf Websites zu beliebten Fernsehsendungen automatisch gesammelte Informationen über Episoden und Folgen, auf XML-Erweiterungen wie die Attention Markup Profiling Language (APML) und aus all dem generierte "nice infos", wie beispielsweise aussagekräftige URLs.

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starke Krämpfe 08. Sep 2007

diese Eigenschaften, die typischerweise dem "Web 2.0" zugeschrieben werden" Wenn ich mir...

Aufmerksamkeit... 08. Sep 2007

Also wenn das nachmachen bestehender erfolgreicher Dienster Gründerstimmung ist, dann...



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