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Sun dankt Network Appliance

Klage von NetApp zeige die Vorteile von ZFS auf. Bewusst gelassen reagierte Sun-CEO Jonathan Schwartz auf die Klage von Network Appliance, die Sun die Verletzung von Patenten durch das Open-Source-Dateisystem ZFS vorwerfen. NetApps Vorwürfe bezeichnet Schwartz indirekt als Lügen, dankt dem Konkurrenten aber, dass dieser die Bekanntheit von Suns Produkten steigere.
/ Jens Ihlenfeld
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NetApp warf Sun in einer Pressemitteilung vor, seinerseits aggressiv Lizenzgebühren für drei Patente eingefordert und mit einer Klage gedroht zu haben. Diese Darstellung weist Sun zurück: Vielmehr habe NetApp versucht, die Patente von StorageTek über einen Dritten zu kaufen, doch Sun, die StorageTek später übernahmen, wollten diese nur lizenzieren, nicht abgeben. Sun habe NetApp zu keinem Zeitpunkt gedroht, betont Schwartz.

Der Sun-Chef stellt sein Unternehmen dabei als "die Guten" dar: Sun konzentriere sich auf Innovation und das Gewinnen neuer Kunden, nicht auf Klagen. Das eigene Patentportfolio werde zudem genutzt, um Kunden und Communitys zu schützen. Die Auseinandersetzung zwischen Sun und NetApp stellt Schwartz als Auseinandersetzung zwischen der Open-Source-Gemeinschaft, vertreten durch Sun, und einem proprietären Hersteller dar, der noch nicht begriffen habe, dass sich Open Source durchsetzen werde. Die URL von Schwartz' Blog-Eintrag(öffnet im neuen Fenster) enthält dabei einen weiteren Seitenhieb und endet auf "on_patent_trolling" .

Zudem dankt Schwartz hämisch den "Freunden bei NetApp" , die dafür gesorgt hätten, dass nun jeder ihrer Kunden weiß, welche Bedeutung und ökonomischen Vorteile ZFS biete. Jeder von diesen könne Suns Storage-Server kostenlos testen(öffnet im neuen Fenster) und sich davon überzeugen, dass Suns Open-Source-Lösung eine höhere Leistung zu einem Drittel der Kosten biete.


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