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Spieletest: Tenchu Z - Eingestaubter Ninja

Action-Spiel für die Xbox 360 enttäuscht. Unter Anhängern asiatischer Kampfkunst genießt die Tenchu-Reihe einen durchaus guten Ruf. Die Möglichkeit, als Ninja seine Feinde möglichst lautlos und kunstvoll auszuschalten, hat schon viele Spieler in ihren Bann gezogen. Ab sofort darf auch auf der Xbox 360 durchs alte Japan geschlichen werden; Besitzer der aktuellen Microsoft-Konsole dürften dabei aber ihren Augen kaum trauen.
/ Thorsten Wiesner
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Das Gameplay ist auf der Xbox 360 nicht anders als auf der PlayStation 2: In diversen Missionen gilt es, sich unauffällig anzuschleichen und dann effektiv zuzuschlagen. Wachen müssen überwältigt und Leichen aus dem Weg geschafft werden, und natürlich gilt es, bei jeder Aktion so lautlos wie nur irgend möglich zu agieren; ein großes Bewegungsarsenal inklusive Springen und Kriechen sowie Werkzeuge wie ein Greifhaken sind dabei behilflich.

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Einer – zwar nicht unbedingt innovativen, aber zumindest spannenden – Karriere als Ninja stünde also auch auf der Xbox 360 nichts im Wege, wenn die Entwickler von From Software nicht derart schlampig bei der Entwicklung vorgegangen wären. Einige der technischen Mankos lassen sich insofern noch verzeihen, als dass sie bereits aus früheren Tenchu-Spielen bekannt waren: Die KI etwa reagiert oft viel zu langsam und wenig nachvollziehbar, die immer wieder ungünstige Kameraposition zehrt zudem an den Nerven.

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Deutlich schwerer ins Gewicht fällt allerdings die Präsentation: Optisch wirkt Tenchu Z wie ein mittelmäßiger PlayStation-2-Titel – keine Spur von vermeintlicher Next-Generation-Grafik, stattdessen bestimmen detailarme Szenerien und matschige Texturen das Bild. Die Animationen wirken abgehackt, die Soundeffekte klingen unrealistisch. Kurzum: Zu keinem Moment hat man im Spiel wirklich das Gefühl, als hätten die Entwickler gewusst, welche Hardware sie vor sich haben.

Eine gewisse Monotonie im Spielverlauf und die kaum nachvollziehbare Story lassen den Begriff Langzeitmotivation endgültig jegliche Berechtigung verlieren – da kann auch die Koop-Multiplayer-Option nichts mehr retten.

Tenchu Z ist exklusiv für die Xbox 360 im Handel erhältlich und kostet etwa 60,- Euro. Das Spiel hat eine USK-Einstufung ab 16 Jahren erhalten.

Fazit:
Dem Ruf der Tenchu-Reihe hat man mit Tenchu Z keinen Gefallen getan – das Spiel wirkt wie eine lieblose Emulation eines bereits einige Jahre auf dem Buckel habenden Action-Spiels. Weder inhaltlich noch technisch ist das Spiel auf der Höhe der Zeit – auch mit viel Ninja-Begeisterung lässt sich dieser Umsetzung kaum etwas Positives abgewinnen.


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