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Palm stoppt Foleo-Markteinführung

Konzentration auf Entwicklung der neuen PalmOS-Version. Das im Mai 2007 vorgestellte neue Palm-Produkt Foleo wird nicht das Licht der Verkaufsregale erblicken. Palm gab bekannt, dass die weitere Entwicklung der Foleo-Reihe auf Eis gelegt wurde. Das Unternehmen wolle sich zunächst auf die Entwicklung der neuen PalmOS-Version auf Linux-Basis sowie entsprechender Smartphones konzentrieren.
/ Ingo Pakalski
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Palm-Chef Ed Colligan gab als Begründung(öffnet im neuen Fenster) für das Ende der derzeitigen Foleo-Reihe an, dass das Unternehmen mit der Entwicklung der neuen PalmOS-Version auf Linux-Basis voll ausgelastet sei. Palm wolle sich zunächst darauf konzentrieren, das neue Betriebssystem fertig zu bekommen und Geräte zu entwickeln und zu produzieren, die damit laufen.

Der Palm-Boss sah sich außerdem veranlasst, per Blog mitzuteilen(öffnet im neuen Fenster) , dass neben den Arbeiten an einem Smartphone mit der neuen PalmOS-Version auch weiterhin Geräte mit Microsofts Windows Mobile entwickelt werden. Ungewöhnlich ist die Wortwahl von Ed Colligan: Er erklärt, dass er selbst entschieden habe, die Foleo-Entwicklung nicht fortzuführen. Hier könnte es Streit innerhalb der Palm-Mauern gegeben haben und womöglich ist Jeff Hawkins davon nicht begeistert, dass seinem neuen Projekt die notwendige Unterstützung versagt wird.

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Nach Colligans Aussagen befinde sich Palm kurz davor, das erste Foleo-Modell in den Handel zu bringen. Daher sei diese Entscheidung auch sehr schwer gefallen. Palm sieht sich aber derzeit nicht im Stande, notwendige Verbesserungen an der Foleo-Plattform vorzunehmen und diese angemessen weiterführen zu können, so dass das Projekt erst einmal gestoppt wurde. Gleichwohl gehen Ed Colligan und Jeff Hawkins davon aus, dass die Foleo-Produkte ein enormes Marktpotenzial besitzen. Kritiker sehen aber keine Zukunft für eine Gerätekategorie wie den Foleo. Vor allem wird der hohe Preis bei schwachen Leistungsdaten kritisiert, vergleicht man den Foleo mit einem ausgewachsenen Notebook.

Daher wolle der Konzern langfristig an dem Plan festhalten, vergleichbare Geräte zum Foleo zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Als Basis wird dann aber das neue PalmOS auf Linux-Basis dienen, während für die erste Foleo-Generation ein separates Betriebssystem auf Linux-Basis entwickelt wurde. Wann ein "Foleo II" auf den Markt kommen wird, verriet das Unternehmen nicht. Palms Geschäftsergebnis wird durch diese Entscheidung mit einem Verlust von etwa 10 Millionen US-Dollar belastet, erklärte Ed Colligan.

Kürzlich gab es in den USA wiederholt Berichte, dass Palm den Foleo nicht planmäßig noch im Sommer 2007 auf den US-Markt bringen wird. Diese wurden von Palm bisher immer vehement dementiert. Vor allem Partnerunternehmen dürfte das Foleo-Aus nicht freuen. Denn sie hatten in den vergangenen Wochen und Monaten Produkte speziell für die Foleo-Plattform vorgestellt. Sämtliche Entwicklungsarbeit dafür ist somit umsonst gewesen.


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