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ISO lehnt Microsofts Office Open XML vorerst ab

Erneute Abstimmung über ISO-Standard 2008. Die International Organization for Standardization (ISO) hat Berichten zufolge Open XML noch nicht als Standard zugelassen, da die Stimmen hierfür nicht ausreichten. Nun wird es 2008 erneut eine Abstimmung geben. Microsoft ist zuversichtlich, dass "Office Open XML" (OOXML) dann standardisiert wird.
/ Julius Stiebert
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Im Standards Blog(öffnet im neuen Fenster) berichtet Andrew Updegrove, dass die ISO Microsofts Dateiformat nicht standardisiert hat. Microsoft selbst bestätigt dies ebenfalls in einer Mitteilung, zeigt sich aber zuversichtlich, dass bei einer erneuten Abstimmung im März 2008 auch das eigene Format zum ISO-Standard erkoren wird.

Microsoft sieht die Beteiligung an dem Abstimmungsprozess jedoch als ersten Schritt für sein Format, das nach Ansicht des Unternehmens weltweit von wichtigen Firmen unterstützt wird und damit wertvoll für die Anwender ist. Die von den Nationen abgegebenen Kommentare und Verbesserungsvorschläge sollen nun umgesetzt werden, so dass diese bei der nächsten Abstimmung zustimmen können, so Microsoft.

Die Webseite NoOOXML(öffnet im neuen Fenster) dokumentiert die abgegebenen Stimmen. Demnach enthielten sich zuletzt Mexiko und Indonesien, Frankreich stimmte gegen einen ISO-Standard, Großbritannien ebenfalls, reichte jedoch zusätzliche Kommentare mit ein. Auch Irland und Korea stimmten mit Nein, machten aber von ihrem Recht Gebrauch, technische Kommentare abzugeben. Sollte Microsoft diesen Verbesserungsvorschlägen nachkommen, ist es wahrscheinlich, dass sich diese Nein-Stimmen bei einer erneuten Abstimmung in positive Stimmen verwandeln. Indien etwa hatte dies direkt angekündigt.

Nachdem das Konkurrenzformat OpenDocument bereits ein ISO-Standard ist, hatte Microsoft sein von der Ecma zertifiziertes Dateiformat für eine Schnellzertifizierung bei der ISO eingereicht. Da es damit nun nicht geklappt hat, wird Anfang 2008 erneut abgestimmt.

Kritiker bemängeln vor allem, dass Open XML mit über 6.000 Seiten so umfangreich ist, dass kein Mitbewerber die Spezifikationen je vollständig umsetzen kann. Außerdem soll das Format eng mit den Microsoft-Produkten verbunden sein. Der Linux-Verband rechnet seit der Ja-Stimme aus Deutschland dennoch damit, dass man sich künftig mit zwei Standards arrangieren muss .


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