Netzwerk-DivX-Player - Die Bedienoberfläche liefert der PC
DivX und D-Link zeigen DSM-330 auf der IFA. D-Link und DivX zeigen auf der IFA 2007 einen neuen netzwerkfähigen DivX-Player, der über das Internet unter anderem auf das Videoportal Stage6 zugreifen und von Nutzern auch um Plug-Ins erweitert werden kann. Ohne Windows-PC geht es jedoch noch nicht, dieser muss als Server nicht nur die Musik und Videos anliefern, sondern berechnet auch die grafische Bedienoberfläche – als DivX-Video.
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Im "DSM-330 DivX Connected HD Media Player" von D-Link steckt laut DivX ein Sigma-8620-Chipsatz, der sich um die Wiedergabe von DivX und weiteren Formaten kümmert. Seine Daten bezieht der DSM-330 ausschließlich über das Netzwerk von einem Windows-PC, auf dem eine spezielle Server-Software läuft. Diese liefert auch die Bedienoberfläche und sorgt dafür, dass Foto-, Video- und Musik-Galerien grafisch ansprechend mit Vorschau, Zusatzinfos und Animationen dargestellt werden – am unteren Rand im Hauptmenü gibt es zudem automatisch den aktuellen Wetterbericht.
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Auch während der Musikwiedergabe kann durch das Menü navigiert werden, ohne dass die Tonausgabe stoppt. Eine Sortierung nach Genres ist zudem nicht nur bei Musik, sondern auch bei Videos möglich, sofern der Nutzer seine digitale Filmsammlung mittels der Windows-Software klassifiziert hat. Wird die Wiedergabe abgebrochen, so merkt sich der Server die letzte Abspielposition – so kann auch an weiteren DSM-330-Geräten im Netzwerk die Wiedergabe fortgesetzt werden. Eine Unterscheidung nach Nutzern gibt es dabei nicht.
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Der Sigma-Chip alleine wäre mit den aufwendigen Menüs wohl überfordert, für den PC-Prozessor ist es hingegen kein Problem – DivX-Mitgründer Jerome "Gej" Vashisht-Rota versprach auf Nachfrage, dass der PC damit nur gering belastet würde. Ihm zufolge plant DivX auch eine Beschleunigung der Berechnung durch PC-Grafikchips, um die Last zu senken. Arbeit bekommt der PC auch, wenn der DSM-330 ein Format nicht versteht, dann muss es umgerechnet werden. Das gilt leider auch für H.264-Videos, denn der von D-Link gewählte Sigma-Chip ist dafür noch nicht geeignet. Bei den direkt unterstützten Formaten – darunter auch DivX-Filme in hoher Auflösung – erledigt der Sigma-Chip die Darstellung hingegen selbst.
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Besonders interessant ist die Integration der Stage6(öffnet im neuen Fenster) genannten Videocommunity, die DivX kürzlich als eigene Firma ausgliederte. Die zum Teil in hoher Auflösung im DivX-Format vorliegenden Stage6-Videos – darunter auch aktuelle Film-Trailer – haben einen eigenen Hauptpunkt im DSM-330-Menü spendiert bekommen und lassen sich recht zügig abrufen. Die Pufferung beim Download übernimmt der PC, in der Regel soll es nach 5 bis 15 Sekunden mit der Wiedergabe losgehen. Auf der IFA wird allerdings ein auf dem Stand stehender Stage6-Server genutzt, um bei der Präsentation von ausfallenden Internetleitungen verschont zu werden.
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Unabhängig davon, ob Fotos, Videos, Musik oder Inhalte von Stage6 abgespielt werden, wird die Bedienoberfläche ein durchgängiges Aussehen haben. Bei Stage6 können zwar mangels Tastatur keine Kommentare zu Filmen hinterlassen werden, dafür ist es aber möglich, eine Wertung abzugeben.
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Die Bedienoberfläche kann zudem mittels selbstentwickelter Plug-Ins um eigene Dienste erweitert werden – dazu gibt es ein Entwicklerpaket und eine Bibliothek an User-Interface-Widgets. Als Beispiel wurden die Karten von Google-Maps, einfache Spiele, ein RSS-Reader, ein Shoutcast-Verzeichnis und die Ehrensenf-Videos mit eigener Bedienöberfläche auf den Fernseher gebracht. Theoretisch kann der DSM-330 DivX auch den Windows-Desktop oder PC-Spiele auf dem Fernseher darstellen, allerdings dürfte das eher träge, aufwendig und mit der Fernbedienung kompliziert zu steuern sein.
D-Links DSM-330 soll im vierten Quartal 2007 in Großbritannien, Frankreich und Deutschland erhältlich sein. Gegenüber Golem.de gab Vashisht-Rota auf Nachfrage an, dass die benötigte Server-Software auch für MacOS X geplant ist und damit nicht lange Windows vorbehalten bleibt. Außerdem sei in Zusammenarbeit mit D-Link bereits eine eigenständigere DivX-Connected-fähige Hardware in Entwicklung, die auch selbst auf Multimediadaten – auch auf Stage6 – zugreifen kann und keinen Windows- oder Mac-Rechner als Server braucht. Wer nicht solange warten will, findet bereits verschiedene Alternativen am Markt.