BahnCard: Software-Probleme weiter akut
Seit März 2007 wurden etwa 200.000 BahnCards erst nach massiver Verzögerung ausgeliefert. Bis zu sechs Wochen mussten Kunden auf die Karten warten, berichtet die WirtschaftsWoche(öffnet im neuen Fenster) . Davor lag eine bestellte BahnCard meist spätestens eine Woche nach Bestellung im Briefkasten der Kunden. Grund für die massive Verzögerung sollen Softwareprobleme sein.
Dem Zeitungsbericht zufolge hat die Deutsche Bahn Anfang März 2007 den Dienstleister gewechselt, der die Bestellung neuer BahnCards abwickelt. Die Bertelsmann-Tochter Arvato wurde durch das Unternehmen Loyalty Partner ersetzt, das den Payback-Dienst betreibt. Zuvor hatte Arvato die Betreuung rund um die BahnCard abgewickelt und brauchte normalerweise eine Woche, um eine Bestellung vollständig abzuwickeln.
Gegenüber der Wirtschaftszeitung gestand ein Loyalty-Sprecher, dass sich alle Beteiligten die Umstellung einfacher vorgestellt hätten. Vor allem im Mai und Juni 2007 mussten BahnCard-Kunden bis zu sechs Wochen auf die Zustellung der Karte warten. Mittlerweile laufe die Abwicklung zwar wieder im Normalbetrieb, aber erst im Oktober 2007 sollen alle noch bestehenden Schwierigkeiten behoben sein. Das wären acht Monate, nachdem die Bahn den Anbieter gewechselt hat.
Wie die WirtschaftsWoche mit Verweis auf Unternehmenskreise berichtet, will die Deutsche Bahn im kommenden Jahr wieder eine BahnCard mit Kreditkartenoption anbieten. Zur Einführung der BahnCard gab es die Karte seinerzeit mit VISA-Funktion, ohne dass Kunden dafür einen Aufpreis zu entrichten hatten. Die Kooperation mit der CitiBank endete 1999.