Fring: Mobiles Instant-Messaging und VoIP mit Auto-Roaming

Nach der Aktivierung überwacht die Auto-Roaming-Funktion von Fring fortlaufend alle verfügbaren drahtlosen Netze, darunter UMTS, GPRS/CDMA und WLANs, in die sich der User bereits angemeldet hat und wechselt je nach Empfangsqualität automatisch zwischen diesen. Die Priorität liegt hierbei immer bei den kostenlosen WLAN-Verbindungen, es sei denn, der Nutzer ändert diese Konfiguration. Der Wechsel zwischen WLAN und UMTS/GPRS-Netzen geschieht ohne das Zutun des Nutzers, während dieser nicht telefoniert.
Noch ist Fring offiziell eine Beta-Version, kann aber auf Geräten mit Nokias Series 60, Windows Mobile 5 und 6 sowie Sony Ericssons P990i und P1/P1i bereits ausprobiert werden. Insgesamt soll die Software auf rund 350 Mobiltelefonen laufen.
Dabei erlaubt Fring nicht nur den Austausch von Nachrichten via Instant-Messaging, auch VoIP-Telefonate z.B. über Skype und Google Talk sind damit möglich. Die Gespräche können über GPRS oder UMTS, aber auch WLAN geführt werden, je nach verwendetem Gerät. Gespräche ins Festnetz sind über Fring mit Hilfe von SkypeOut oder einem SIP-Provider möglich. In der Kontaktliste ist zu erkennen, wie gut eine VoIP-Verbindung für so einen Kontakt ist, abhängig davon, welche Bandbreite auf beiden Seiten zur Verfügung steht.
Fring ist kostenlos, Werbung oder Premium-Dienste gibt es derzeit noch nicht. Entsprechend macht Fring auch keine Umsätze, wie Fring-CEO Avi Shechter gegenüber Golem.de erklärte. Umsätze kommen später, so Shechter, der als Vize-Präsident von AOL mehrere Jahre ICQ leitete. Finanziert wird Fring von North Bridge Venture Partners, VenFin Limited, Pitango Venture Capital und Veritas Venture Partners, mit denen Fring Anfang des Monats eine zweite Finanzierungsrunde abschließen konnte. Finanzielle Details wurden nicht genannt.
Fring steht unter fring.com(öffnet im neuen Fenster) zum Download bereit. Auto-Roaming wird seit der aktuellen Version 3.23 unterstützt.



