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Schweden enthält sich in Open-XML-Abstimmung

Microsoft forderte Partner auf, sich an Abstimmung zu beteiligen. Das schwedische Normungsinstitut hat seine Ja-Stimme im ISO-Standardisierungsprozess für Microsofts Open-XML-Format zurückgezogen. Bei der schwedischen Abstimmung gab es Ungereimtheiten und den Vorwurf, Microsoft habe seinen Partnern den für die Abstimmungsberechtigung nötigen Mitgliedsbeitrag bezahlt.
/ Julius Stiebert
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Das Standardisiserungsinstitut SIS hatte für Microsofts "Office Open XML" als ISO-Standard gestimmt . Der schwedische Förderverein für eine Freie Informationelle Infrastruktur (FFII) bemerkte daraufhin, dass zur Abstimmung 23 zusätzliche Firmen, die alle Microsoft-Partner waren, auftauchten und für den Standard stimmten. Ebenfalls stand der Vorwurf im Raum, Microsoft habe diesen Firmen den SIS-Mitgliedsbeitrag bezahlt.

Nun entschied sich das SIS, die Abstimmung für ungültig zu erklären(öffnet im neuen Fenster) , da der Verdacht nahe liege, ein Mitglied der Arbeitsgruppe habe öfter als einmal abgestimmt. Da die Zeit zum 2. September 2007, dem Stichtag für die abzugebenden Empfehlungen, nun aber knapp ist, wird Schweden sich seiner Stimme enthalten.

Der Microsoft-Manager Jason Matusow schreibt darüber hinaus in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) , einer seiner Mitarbeiter habe zwei Partner angeschrieben und sie gebeten, bei der Abstimmung teilzunehmen. Kurz darauf habe der Mitarbeiter die Firmen aber wieder kontaktiert und sie gebeten, die E-Mails zu ignorieren. Eine Bezahlung des Mitgliedsbeitrags habe er nicht angeboten.


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