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AMD plant SSE5-Befehlssatz für Bulldozer-Kerne

Datentypen mit 128 Bit Breite und drei Operanden. Für die 2009 erwarteten neuen Prozessoren mit der jüngst vorgestellten Architektur "Bulldozer" hat AMD eine massive Erweiterung des Befehlssatzes vorgesehen. Unter dem Namen "SSE5" sind über 100 neue Befehle vorgesehen, welche die Verarbeitung von Medien und Verschlüsselung beschleunigen sollen.
/ Nico Ernst
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Hinter SSE5 steckt jedoch nicht nur eine Vielzahl von neuen Instruktionen, die bestimmte Spezialfälle der Programmierung vereinfachen sollen. Vielmehr kommt eine neue Struktur der Befehlsverarbeitung zum Einsatz: Die Instruktionen können auf drei Operanden wirken. Nach einer Multiplikation (zwei Operanden) kann direkt noch eine Addition erfolgen (dritter Operand), ohne zusätzliche Register zur Zwischenspeicherung zu bemühen. Die Kombination aus Multiply-Add, die sehr häufig gebraucht wird, hat AMD in SSE5 auch als eigenen Befehl vorgesehen.

Ausgehend von dieser 3-Operanden-Struktur gibt es 23 neue Befehle mit etlichen Abwandlungen, so dass sich die Zahl der neuen Opcodes insgesamt auf über 100 summiert. AMD will damit nicht nur die Medienverarbeitung, für die SSE einst erfunden wurde, sondern auch andere anspruchsvolle Rechenaufgaben wie Verschlüsselung beschleunigen.

Der erste Prozessor mit SSE5 wird der für 2009 angekündigte " Sandtiger " werden, dessen 8 bis 16 Kerne auf den Codenamen "Bulldozer" hören. Um den Entwicklern Zeit zu geben, sich schon auf SSE5 einzustellen, hat AMD den Befehlssatz bereits in einem PDF(öffnet im neuen Fenster) dokumentiert, das über 250 Seiten stark ist. Da Intel und AMD ein Abkommen über vollständigen Patentaustausch pflegen, steht es dem AMD-Konkurrenten jederzeit frei, SSE5 ebenfalls in seinen Prozessoren anzubieten – vorher steht jedoch SSE4 mit den kommenden Penryn-Prozessoren auf Intels Agenda, zu dessen Unterstützung sich wiederum AMD noch nicht durchringen konnte.


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