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JEDEC gibt Ausblick auf DDR4, GDDR5 und SSD-Standard

Neue Speicher-Standards kommen im Jahr 2008

In der laufenden Woche tagt das Speicher-Konsortium JEDEC in München. Im Rahmen einer Pressekonferenz gaben die Entwickler Einblicke in kommende Standards: Grafik-Speicher wird noch schneller, bei DDR4 liegt der Schwerpunkt auf weiterer Stromersparnis - und für Solid-State-Discs soll endlich ein Standard her.

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Das früher "Joint Electron Device Engineering Council" genannte Gremium - heute steht JEDEC nicht mehr als Abkürzung, sondern Eigenname - ist die Instanz in der Speicherbranche. Alle Hersteller von DRAM und Flash sowie die direkt betroffenen Anbieter von Prozessoren, Chipsätzen und Grafik-Bausteinen sind in dem Industrie-Konsortium vertreten und entwickeln gemeinsam Standards für verschiedenste Speicherformen.

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Der größte Umbruch in der Speicherwelt findet derzeit beim Standard-Speicher für PCs statt: Nach DDR2 kommt DDR3 mit höheren effektiven Bandbreiten, das seine Vorteile aber in aktuellen Implementierungen wie Intels Chipsätzen der 3er-Serie noch kaum ausspielen kann. Die Latenzen sah Todd Farrell von Micron dabei nicht als großes Problem - sie würden im Laufe der Optimierung von Produktionszyklen stetig sinken. Viel mehr ist der JEDEC daran gelegen, die Spezifikation, die erst im Juni 2007 als erste Version verabschiedet wurde, noch etwas zu erweitern. Höhere Frequenzen als das bereits vorgesehene, aber noch nicht verfügbare DDR3-1600 stehen aber vorerst nicht auf der Roadmap. Ende September 2007 soll eine neue Fassung der DDR3-Empfehlungen vorgelegt werden.

Der Nachfolger DDR4, dessen Spezifikationen 2008 fertig sein sollen, ist noch in der Planungsphase. Statt 1,5 Volt wie bei DDR3 soll die Spannung auf 1,2 Volt sinken, Samsung erwähnte in seinem Vortrag auch "höhere Dichte" - mit den eigentlich für dieses Problem bei Servern vorgesehen FB-DIMMs mit ihrem hohen Strombedarf ist niemand so richtig zufrieden. DDR4 soll sich, wie schon beim Wechsel von DDR2 zu DDR3, am Vorgänger-Standard orientieren. Ob sich dabei aber etwa die Organisation zu einzeln ansprechbaren Chips ändert, wird aber noch diskutiert.

Konkreter sind schon die Pläne für GDDR5 - immerhin wird die zuständige Arbeitsgruppe vom ATI-Urgestein Joe Macri geführt, der inzwischen für AMD tätig ist. AMD hatte mit der 1950 XTX bereits als erster Hersteller GDDR4 verbaut, für den Nachfolger HD 2900 XT aber wieder GDDR3 eingesetzt. Die Versorgungsspannung soll bei GDDR5 wie bei GDDR4 bei 1,5 Volt stehen bleiben, die Bandbreite pro Pin aber auf 5 Gigabit/s gesteigert werden. Dazu kommen Mechanismen für Fehlerkorrektur und die Übertragung von vier Byte pro Takt ähnlich DDR3. Die erzielbare Speicherdichte für Grafikkarten soll mit GDDR5 ohne Tricks wie "Stacked Chips" auf 2 GByte steigen, Macri erwähnte aber deutlich, dass dieser Speicher nicht nur für High-End-Beschleuniger gedacht ist. Auch Spielekonsolen und Handhelds hat die JEDEC im Visier, dafür soll es spezielle Stromsparfunktionen geben, welche der Ingenieur aber noch nicht näher umriss. Sowohl Spezifikation als auch Serienfertigung von GDDR5 will die JEDEC bereits im Jahr 2008 erreichen.

Auf Grund der Erfolge bei der Standardisierung von Speicherbausteinen und den Protokollen, um sie anzusprechen, will die JEDEC sich in Zukunft auch um viele weitere Bereiche kümmern. Nachdem zahlreiche Hersteller wie Samsung und Intel bereits verschiedene Speicherformen in einem Chip-Gehäuse anbieten - was für Platzersparnis beispielsweise bei Handy sorgt -, will die JEDEC auch diese "Multi-Chip Packages" standardisieren. Verschiedene Formen von Flash zusammen mit Low-Power-DRAM sollen sich so in ein Gehäuse packen lassen, dass die Anschlüsse und Spannungen einheitlich sind. Kommt die JEDEC damit durch, müssen Handy-Hersteller nicht mehr die Designs um bestimmte Chips herumbauen, sondern haben die Wahl zwischen mehreren Anbietern, die das funktional gleiche Modul herstellen.

Auch bei den gerade populär werdenden Flash-Festplatten (Solid-State-Discs, SSD) will die JEDEC für einen Standard sorgen. Bisher kocht hier jeder Hersteller sein eigenes Süppchen, vor allem was die Anbindung an IDE- oder SATA-Ports mit eigenen Controllern betrifft. Die JEDEC will dafür standardisierte Controller entwerfen sowie Referenz-Designs für das Mainboard der Laufwerke vorlegen. Die dafür notwendige Arbeitsgruppe wurde jedoch eben erst unter Federführung von Samsung gegründet, ein Zeitrahmen für normierte SSDs ist damit noch nicht abzusehen.



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Mark Madlock 07. Nov 2007

damit sich die zeiger arithmetisch bewegen und nicht bitweise innerhalb eines flash...

punkt 29. Aug 2007

Damit sind wohl eher nachfolger der modernen mobilen Spielekonsolen, wie PSP oder...

coffee 29. Aug 2007

je früher desto besser, denn dem einzelnen Bit ist es egal wieviel energie gebraucht...


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