Akamai - 100 Terabit/s für HD-Video
Mit dem neuen Angebot reagiert Akamai auf die steigenden Bandbreiten bei Endkunden und die damit steigende Nachfrage nach hochaufgelösten Videos. Aber auch Konkurrenten wie Limelight und sinkende Preise(öffnet im neuen Fenster) spielen dabei wohl eine Rolle.
Dem will Akamai nun mit einem Ausbau seines CDN und spezieller Unterstützung für HD-Inhalte begegnen. Dabei rückt Akamai näher an die Endkunden heran, um die Inhalte auf möglichst kurzem Weg zu den Kunden zu bringen. Derzeit liefert Akamai die meisten Dateien mit mehr als 500 MByte mit 1,4 MBit/s oder mehr aus. HD-Videos sind aber in aller Regel mit 6 bis 8 MBit/s kodiert, einzelne Filmdateien bringen es so typischerweise auf 5 bis 8 GByte. Wolle ein Anbieter auch nur 1 Prozent Reichweite nach Nielsen erzielen, müsse er rund 1,1 Millionen Nutzer erreichen, was einer dauerhaften Datentransferrarte von 6,6 Terabit/s bedürfe, rechnet Akamai vor.
Wolle man Daten mit Bandbreiten von 10 bis 20 MBit/s an Endkunden ausliefern, dürfe der jeweilige Server maximal 20 Millisekunden entfernt stehen. Bei größerer Latenz würden die Download-Zeiten zu stark steigen, die Filmübertragung ins Stocken geraten. Um aber kurze Latenzen zu erreichen, setzt Akamai auf ein verteiltes Netz mit Servern in 750 Städten.
Dazu unterhält Akamai Verträge mit Netzwerkbetreibern weltweit, unterstützt explizit die Verteilung, Speicherung und Verwaltung von Dateien mit mehr als zwei GByte sowie Videos, die mit VC-1 oder MPEG-4 kodiert sind.
Dabei ist Akamai aber auch teurer als andere, schreibt Dan Rayburn, Experte für Streaming- und Online-Video in seinem Blog.