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GC: Empire of Sports - PvP in Turnschuhen

Preise sollen zur Teilnahme an Meisterschaften locken. Das auf der Games Convention präsentierte Onlinespiel Empire of Sports der gleichnamigen Firma soll eine virtuelle Sportwelt werden. Zum Start des Spiels sollen sechs Sportarten zur Verfügung stehen, in denen sich die Spieler Wettkämpfe liefern können.
/ Andreas Sebayang
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Es fällt etwas schwer, Empire of Sports zu kategorisieren. Ein klassisches Online-Rollenspiel ist die virtuelle Sportwelt sicher nicht, es fehlen die Monster, die Raumschiffe oder anderes Gewohntes in dem Spiel. Stattdessen treten die Spieler auf verschiedenen Sportplätzen in diversen Disziplinen gegeneinander an. Ob dabei so etwas wie ein Rollenspiel entstehen kann, bleibt abzuwarten.

Die Spieler können sich bei Spieler-gegen-Spieler-Wettkämpfen (Player vs Player, PvP) in sechs verschiedenen Disziplinen versuchen: Dazu gehören unter anderem Tennis, Skifahren, Bobfahren, Basketball sowie eine weitere Sportart, die sich derzeit in Entwicklung befindet. Managing Director Dr. Christian Müller wollte im Gespräch mit Golem.de auf der Messe nur verraten, dass es sich um eine "fehlende" Sportart handelt.

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Den für Online-Rollenspiele klassischen PvE-Teil (Player vs. Environment) übernehmen einige Minispiele, Trainingsrunden und Ähnliches. So kann der Charakter etwa in Fitnessstudios gehen, um gezielt Muskeln zu trainieren. Ein Trainingseffekt stellt sich auch während eines Wettkampfes ein. Letztendlich liegt der Fokus des Spiels aber auf dem Mit- bzw. Gegeneinander.

Hier gilt es, den eigenen Charakter entsprechend den eigenen Wünschen zu entwickeln. Wer lieber Tennis spielt, für den sind Agilität und ein guter Schlagarm wichtig. Trainiert man falsch oder spielt zu viele andere Sportarten, kann einem der durchtrainierte Körper durchaus zum Nachteil werden. So bestimmen sich die Charakterklassen vor allem durch das eigene Spiel. Für Online-Rollenspiele typische Klassen gibt es nicht.

Wer keine Lust mehr zum Tennisspiel hat, kann sich also durchaus zum Basketball-Spieler umtrainieren. Neben der detaillierten Muskelabbildung soll auch der Metabolismus der Spieler simuliert werden, der vor allem im späteren Profispiel wichtig wird. Talentbäume je Sportart sollen für zusätzliche Spieltiefe sorgen. Außerdem gibt es beim Tennis etwa diverse Schlagarten, die man zusammenstellen kann und so die Taktik etwas bestimmt. Gespielt wird dennoch mit Tastatur und Maus. Die Steuerung wirkte im Probespiel etwas ungewöhnlich, bedarf einiger Einarbeitung, um sie zu meistern und war dennoch leicht zugänglich.

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So erhofft sich der Entwickler viele Meisterschaften, in denen die Spieler um Plätze einer Rangliste kämpfen können. Spieler können dabei gemeinsam in Teams oder als Clubs antreten und die Rangliste erklimmen. Die entsprechende Server-Bevölkerung kann sich dazu in diversen Städten zusammenfinden und sich über den Browser des Spiels – der auf die Gecko-Engine von Mozilla setzt – entsprechend informieren. Später ist sogar angedacht, eigene Webseiten zu betreiben. Ein Authentifizierungssystem soll Missbrauch verhindern, da das Spiel auch an Kinder gerichtet ist.

Auf welches Finanzierungmodell das Spiel setzen wird, konnte Müller noch nicht gesichert sagen. Man denke über den Verkauf von Gegenständen genauso nach wie das Sponsoring von Veranstaltungsplätzen. Beim Sponsoring sei sogar vorstellbar, dass die Spieler einer Weltmeisterschaft etwa ein Preisgeld oder andere Preise gewinnen können, ähnlich wie bei E-Sport-Ligen. Ein Abomodell steht ebenfalls zur Debatte, das Spiel soll dennoch kostenlos zu spielen sein und erst erweiterte Funktionen Geld kosten.

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Grafisch macht der Titel noch nicht so viel her, was nicht zuletzt auch an dem ungewöhnlichen Spielumfeld liegt. Dem an Fantasy-Spiele gewohnten Auge erscheint die Online-Welt doch etwas "anders", auch wenn eine gewisse Detailliebe für einige berühmte Bauten zu erkennen war. Dr. Christian Müller äußerte gegenüber Golem.de, dass an der Grafik bis zur Veröffentlichung noch gearbeitet wird. Trotzdem soll das Spiel auch auf schwächeren Systemen laufen.

Empire of Sports soll gegen Ende des Jahres 2007 in Europa für Windows-PCs starten. Eine offene Beta soll bald spielbar sein, einen genauen Termin konnte Müller noch nicht sagen. Als nächsten Markt will Empire of Sports dann Asien erobern, um anschließend die USA anzusteuern. Eine Umsetzung für den Mac wollte Müller nicht ausschließen und würde es als Mac-Besitzer selbst durchaus gutheißen, derzeit sei die Entwicklung für diese Plattform aber nicht lohnenswert.


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