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GC: Microsofts Train Simulator 2 kommt Weihnachten 2008 (U)

Zugsimulator unterstützt DirectX 9 und 10, soll aber nur für Vista erscheinen. Microsoft hat auf der Games Convention zum ersten Mal Details zum kommenden Train Simulator 2 veraten. Mit dem "World of Rails"-Konzept wollen die Entwickler für eine deutlich vereinfachte Streckenentwicklung sorgen und ähnlich wie beim Flight Simulator X insbesondere die Community mit einbeziehen.
/ Andreas Sebayang
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Der Freund von Zugsimulatoren hat derzeit wenig Auswahl. Der Train Simulator ist langsam in die Jahre gekommen und deutsche Simulatoren wie Loksim3D(öffnet im neuen Fenster) oder ZuSi(öffnet im neuen Fenster) richten sich mit der derzeitigen Grafik eher an reine Simulationsspieler. Vom ZuSi befindet sich immerhin eine neue Version mit besserer Grafik in Arbeit.

Mit Microsofts Train Simulator 2 kündigt sich ein Zugsimulator an, der Hoffnung auf einen einerseits grafisch imposanten Titel macht und andererseits den Simulationsaspekt nicht vernachlässigt. Als grafischer Unterbau dient die Arbeit, die bereits im Flight Simulator X steckt. Da sich Züge, von einigen Brückenüberquerungen abgesehen, in der Regel in Bodennähe bewegen, muss die Engine dennoch etwas angepasst werden. Die ersten auf der Games Convention gezeigten Bilder lassen zumindest hoffen.

Grafisch überholt der Train Simulator 2 den am 5. Oktober 2007 erscheinenden Rail Simulator von Kuju auf den ersten Blick, auch wenn es sich bisher nur um Prototyp-Bilder handelt. Spielerisch müssen beide Titel erst noch zeigen, was in ihnen steckt.

Im Bereich der Simulation verspricht das Spiel eine physikalisch korrekte Berechnung aller Kräfte, angefangen bei den Kräften, die auf die Kupplungen zwischen den Waggons einwirken bis hin zu Zentrifugalkräften. Dazu gehört auch die Unterstützung der so genannten Gleisüberhöhung: Für schnellere Kurvenfahrten werden Gleise an einer Seite überhöht, so dass sich Züge in die Kurve "legen" können.

Zudem soll es Züge geben, die von einer künstlichen Intelligenz gesteuert werden und einem eigenen Wegfindungsalgorithmus folgen sollen. Im Unterschied zum ersten Teil, bei dem Züge ausschließlich geskriptet aus der Gegenrichtung kamen, soll so ein realistischer Verkehr simuliert werden. Es kann also durchaus passieren, dass der Zugführer plötzlich in einem Stau steckt und den Grund dafür visuell nachvollziehen kann, sofern die Abstände zwischen den Blockstellen kurz genug sind.

Inwiefern das Signal- und Sicherungssystem korrekt umgesetzt wird, konnte der Entwickler noch nicht sagen. Man wird sich aber bemühen, dies den Strecken entsprechend umzusetzen - etwa in der Schweiz auf der Lötschbergbahn sowie einer weiteren europäischen Strecke, die noch nicht genannt werden konnte, da der Eisenbahnpartner noch nicht bereit war.

Wem SiFa(öffnet im neuen Fenster) oder Zugbeeinflussungssysteme nicht zusagen, für den soll der Train Simulator zudem eine einfache Steuerung bieten, mit der sich dann auf den Genuss der Landschaften konzentriert werden kann.

Wie bei anderen Simulationstiteln hoffe Microsoft auch beim Train Simulator 2 auf kräftige Mitarbeit der Community und der Third-Party-Hersteller, die für Erweiterungen zuständig sind. Dazu legt Microsoft Interessierten sogar nahe, sich mit dem SDK des Flight Simulators näher zu beschäftigen, da die Unterschiede nicht allzu groß sein sollen.

Helfen soll außerdem das "World of Rails"-Konzept: Microsoft plant, alle wichtigen Eisenbahnverbindungen der Welt in die Simulation zu integrieren. Spieler können dann an den Details der Strecken mit entsprechenden Werkzeugen arbeiten und diese über eine eigene Sharing-Funktion auch an andere weitergeben, um etwa gemeinsam auf einer Strecke zu fahren, ein Mehrspielermodus ist ebenfalls in Planung.

Microsoft will die Arbeiten am Train Simulator 2 rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft 2008 abschließen und auch eine Demo anbieten. Der Titel soll nach derzeitiger Planung auschließlich für Windows Vista erscheinen. Eine DirectX-10-Grafikkarte wird jedoch nicht zwingend vorausgesetzt. Derzeit arbeitet das Team noch daran herauszufinden, was mit DirectX-10 sinnvoll umgesetzt werden kann.


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