LucidTouch: Eingabemethode für mobile Geräte von Microsoft
Das Problem ist altbekannt: Sobald man auf einem Handheld-Gerät mit Touchscreen Eingaben macht, sieht man nicht mehr, auf was die Finger drücken. Ähnlich wie Apple bereits in einem Patentantrag vorschlug, arbeitet nun auch Microsoft an einem Eingabesystem, das die Rückseite des Geräts nutzt. Der Anwender hält das Gehäuse mit den Daumen vorne fest und nutzt die restlichen vier Finger, um von hinten auf das Display zu drücken.
Die "LucidTouch" genannte Methode sieht dabei – nomen est omen – vor, dass das die Anzeige die Konturen der Finger durchscheinen lässt. Damit sieht man, was die biologischen Eingabegeräte ansteuern. Was außer den Fingern hinter dem Display liegt, wird nicht auf der Oberseite wiedergegeben. Ganz wie bei Apples "MultiTouch", das erstmals im iPhone zur Anwendung kommt, kann die Sensor-Oberfläche auf der Rückseite des Displays auch mehrere Fingerdrücke unterscheiden. Ebenso erkennt das LucidTouch, wenn ein Finger sich nur annähert, aber noch nicht auf dem Gerät aufliegt.
Die neue Technik wurde von Microsoft zusammen mit Mitsubishi entwickelt. Einer der Köpfe hinter dem Projekt ist der deutsche Informatiker Patrick Baudisch(öffnet im neuen Fenster), der auch ein Video mit praktischen Vorführungen von LucidTouch bei YouTube eingestellt hat. Baudisch arbeitet bei Microsoft Research(öffnet im neuen Fenster) und gibt in dem Clip auch zu bedenken, dass das Projekt noch durch die Grenzen aktuell verfügbarer Technik behindert wird. Wann die Eingabemethode also marktreif sein könnte, steht noch nicht fest. Baudisch hat auf seiner Webseite einen eigenen Bereich zu dem Projekt mit zahlreichen Anwendungsbeispielen(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht.
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