Pilotprojekt von Buma/Stemra und Creative Commons

Niederländische Musik-Verwertungsgesellschaft für Flexibilität

Die niederländische Creative-Commons-Initiative und die Musik-Verwertungsgesellschaft Buma/Stemra haben gestern ein Pilotprojekt gestartet, in dessen Rahmen Buma/Stemra-Mitglieder auch unter nicht kommerziellen CC-Lizenzen veröffentlichen dürfen. Das Projekt hat vorerst eine Laufzeit von einem Jahr.

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Bisher verbaten die Verträge von Musik-Verwertungsgesellschaften wie der GEMA in Deutschland oder der Buma/Stemra in den Niederlanden ihren Mitliedern die kostenlose Veröffentlichung ihrer Musik unter einer CC-Lizenz. Der Mitgliedsvertrag sah die vollständige und ausschließliche Übertragung der so genannten Zweitverwertungsrechte an die Verwertungsgesellschaft vor. Es galt der Grundsatz "ganz oder gar nicht", wer Mitglied werden und von den Leistungen der Verwertungsgesellschaft profitieren wollte, musste alle Rechte abtreten.

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Für ihre Weigerung, hier mehr Flexibilität zu zeigen, sind die Verwertungsgesellschaften in den vergangenen Jahren immer wieder heftig kritisiert worden. Zuletzt war auf der Jahrestagung der Society for Economic Research on Copyright Issues (SERCI) Mitte Juli in Berlin kontrovers über die zukünftige Rolle der Verwertungsgesellschaften diskutiert worden.

Die niederländische Buma/Stemra will nun in einer einjährigen Testphase ausloten, welche Folgen die Unterstützung von Creative-Commons-Lizenzen durch die Verwertungsgesellschaft hat. Mitglieder der Buma/Stemra dürfen ab jetzt ihre Werke auch unter einer nicht kommerziellen CC-Lizenz veröffentlichen. Kreative, die bisher nicht Mitglieder der Buma/Stemra geworden waren, um sich die Möglichkeit der CC-Lizenzierung offen zu halten, werden jetzt auch aufgenommen. Das bisher von der Buma/Stemra verwendete Rechteverwaltungssystem wird um die CC-Lizenzen ergänzt.

Lawrence Lessig, Begründer der Creative-Commons-Initiative, zeigt sich erfreut. "Diese einzigartige und innovative Zusammenarbeit zwischen Buma/Stemra und Creative Commons ist der erste Schritt hin zu mehr Wahlfreiheit bei der Verwertung musikalischer Werke in der digitalen Welt", wird er bei netzpolitik.org zitiert. [von Robert A. Gehring]

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