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Mit Lötkolben und Patch: iPhone endgültig geknackt?

US-Bastler schaltet Apple-Handy für jedes Netz frei. Apples Bindung an einen Netz-Provider und die Aktivierung des iPhone scheinen endgültig ausgehebelt. Um dieses Ziel zu erreichen, musste ein Bastler aus den USA jedoch sowohl an der Hard- als auch der Software des Geräts einige Veränderungen vornehmen. Der Lohn: ein iPhone, das sich wie jedes andere Handy beim Provider der Wahl anmelden lässt.
/ Nico Ernst
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Der US-Student George Hotz hat die Vorgehensweise in zehn Schritten in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) dokumentiert. Als Mitglied des "iPhone Dev Teams" bediente er sich dabei einiger Software-Werkzeuge, die unter anderem Manipulationen an der Firmware erlauben. Auf dem iPhone läuft im originalen Zustand nur von Apple signierter Code, als Erstes musste Hotz also – um die Bindung an AT&T zu überwinden – dafür sorgen, dass das iPhone eigenen Code akzeptiert.

Findet das iPhone beim Booten keinen Eintrag an einer bestimmten Adresse im Flash-Speicher, so wird eine Art Notfall-Code aus einem anderen Speicherbereich ausgeführt – und an dieser Stelle setzte Hotz an. Er fand einen Pin auf der Platine des Funkmoduls, der bei Anlegen einer Spannung dem iPhone vorgaukelt, sein Flash-Speicher wäre gelöscht worden. Beim nächsten Booten konnte er dann über eine über den USB-Port realisierte Terminal-Verbindung seine geänderte Firmware einspielen. Die dafür nötigen Programme hatte das iPhone-Dev-Team gemeinschaftlich entwickelt.

Die modifizierte Firmware hebt das SIM-Lock des iPhone auf. Damit kann sich das Handy in jedem Netz anmelden. George Hotz hat diese Tatsache mit einem Video bei YouTube belegt: Sein umgebautes iPhone ist bei T-Mobile angemeldet, er führt mit dem Gerät zunächst einen Anruf auf seiner Festnetzleitung durch und entfernt im Anschluss die SIM-Karte, das sich als T-Mobile-Karte entpuppt.

Hotz schließt in seinem Blog nicht aus, dass sich auch eine reine Software-Methode zum Patchen des iPhone entwickeln lässt. Da aber sein College-Semester demnächst wieder beginnt, hat er dafür vorerst keine Zeit mehr.


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