Symantec: Intels vPro kämpft mit Lizenz-Problemen
Wie ZDnet berichtet(öffnet im neuen Fenster), soll Symantecs "Virtual Security Solution" (VSS) nicht wie geplant noch im Jahr 2007 erscheinen, sondern erst Mitte 2008. Dass ausgerechnet einer der führenden Hersteller von Sicherheitslösungen so lange für seine erste vPro-Anwendung braucht, ist ein herber Rückschlag für das Sicherheitskonzept von vPro.
Die Technologie sieht vor, dass das Betriebssystem des Benutzers nur in einer virtuellen Maschine läuft. Über das Hypervisor-OS, das die Virtualisierung bereitstellt, können dann kleine Programme, die Intel "Embedded IT" nennt, ausgeführt werden. Angriffe von Viren, Trojanern und Exploits könnten damit abgefangen werden, noch bevor sie das für den Anwender sichtbare Betriebssystem erreichen. Mit vPro lässt sich nämlich auch der Zugriff auf die Netzwerkkarte virtualisieren, nur das Hypervisor-OS und seine Anwendungen, etwa Symantecs VSS, sehen die Hardware direkt.
Dass das in der Praxis funktionieren kann, hatte Intel bereits vor zwei Jahren auf dem "IDF Fall 2005" vorgeführt, als die Virtualisierungsfunktionen noch unter dem Codenamen "Vanderpool" geführt wurden. Damals stammte die Software auf der "IT Services Partition" von IBM, und Intel betonte auch stets, dass die Sicherheitsanwendungen von den PC-Herstellern kommen müssten. Auch Security-Unternehmen wollten jedoch vPro und die Virtualisierung nutzen – als Intel die Marke im April 2006 ankündigte, gab auch Symantec eine Partnerschaft mit dem Chip-Hersteller bekannt, um die VSS zu entwickeln. Nach über einem Jahr ist das Produkt aber immer noch nicht marktreif.
Dabei sei der Code eigentlich fertig, sagte Produkt-Manager Gary Sabala von Symantec gegenüber ZDnet. Derzeit diene aber noch Windows CE als Hypervisor, und damit gebe es einige Probleme mit der Lizenzierung. Wie sich diese gestalten, gab Sabala nicht an. Offenbar sind sie aber so gravierend, dass Symantec nun daran arbeitet, ein Open-Source-Betriebssystem als Unterlage für vPro zu verwenden.
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