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Nikon D300: 12-Megapixel-DSLR samt hochauflösendem Display

Staubentfernung und Live-View-Modus eingebaut. Nikon hat mit der D300 eine semiprofessionelle digitale Spiegelreflexkamera als Nachfolgerin der D200 vorgestellt. Der CMOS-Sensor mit einer Größe von 23,6 x 15,8 mm erreicht eine Auflösung von 12,3 Megapixeln und die Bilder werden 4.288 x 2.848 Pixel groß. Die Kamera soll eine Bildfolge von 6 Fotos/s aufweisen und verfügt über ein Sensorreinigungssystem. Die größte Überraschung dürfte das 3-Zoll-Display auf der Rückseite sein, das VGA-Auflösung erreicht (ca 310.000 Pixel bzw. nach traditioneller Zählweise 930.000 R-G-B-Pixel).
/ Andreas Donath
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Der Sensor ist im so genannten DX-Format(öffnet im neuen Fenster) gehalten. Es ist nicht nur kleiner als das 35-mm-Kleinbildformat und entspricht auch nicht dem APS-C-Format, das in vielen DSLRs zum Einsatz kommt. Die Sensorgröße führt gegenüber dem 35-mm-Bild zu einem Crop-Faktor(öffnet im neuen Fenster) etwas mehr als 1,5.

Die Geschwindigkeit der D300 lässt sich von 6 auf 8 Bilder pro Sekunde steigern, wenn man den optionalen Multifunktionshandgriff montiert – Analog-Fotografen werden sich unweigerlich an Motor-Handgriffe erinnert fühlen. Die D300 soll 0,13 Sekunden nach dem Einschalten aufnahmebereit sein – die Auslöseverzögerung wird mit 45 Millisekunden angegeben. Die Belichtungszeiten rangieren von 1/8.000 bis 30 Sekunden.

Das Sensorreinigungssystem schüttelt den Tiefpassfilter vor dem Bildsensor mit hoher Frequenz. Dadurch sollen Staubpartikel herunterfallen. Die Empfindlichkeit lässt sich von ISO 200 bis 3.200 einstellen. Außerdem steht eine besonders niedrige (ISO 100) und eine besonders hohe (ISO 6400) Empfindlichkeit zur Verfügung, die für spezielle Aufgaben genutzt werden kann. Das Autofokussystem besteht aus 51 Messfeldern und kann bei der Schärfenachführung auch die Farbe von Objekten analysieren, um Bewegungen zu erkennen. Die Messfelder lassen sich mit einem 8-Wege-Multifunktionswähler auswählen.

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Die Live-View-Funktion sorgt dafür, dass das Sucherbild auch in Echtzeit auf dem Display erscheint. Dazu stehen zwei Modi für Freihand- bzw. Stativaufnahmen zur Auswahl. Die Autofokus-Funktion steht in beiden Live-View-Modi zur Verfügung. Für die nachträgliche Bildbetrachtung an hochauflösenden Fernsehern und Projektoren steht auch eine HDMI-Schnittstelle zur Verfügung.

Der Multifunktionshandgriff MB-D10 belegt das Akkufach der Kamera nicht, so dass ein Akku vom Typ EN-EL3e in der Kamera verbleiben kann. In den MB-D10 lässt sich nicht nur ein zusätzlicher EN-EL3e einsetzen, sondern auch ein leistungsstärkerer Nikon-Akku des Typs EN-EL4a oder alternativ acht AA-Zellen.

Für die Kamera gibt es mit dem "Wireless-LAN-Sender WT-4" auch ein WLAN-Modul, um die Bilder auf Server zu übertragen oder die Kamera über den Rechner fernzusteuern. Auf Wunsch kann man auf die Indexbilder der Kamera zugreifen, ohne gleich alle Feindaten herunterladen zu müssen. Zudem lassen sich Netzwerke aus bis zu fünf Kameras der Modelle D3 und D300 aufbauen. So kann beispielsweise eine Agentur bei einer Sportveranstaltung die Indexbilder auf allen Kameras gleichzeitig durchsuchen und die benötigten Bilder auswählen.

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Das Skelett des Kameragehäuses wurde aus einer Magnesiumlegierung hergestellt. Das Gehäuse ist zwar nicht wasserdicht, doch hat Nikon Abdichtungen eingebaut, die "ein hohes Maß an Staub- und Wasserbeständigkeit" bieten. Die D300 ist 147,2 x 112,8 x 74 mm groß und wiegt leer, d.h. ohne Speicherkarte und Akku, 795 Gramm.

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Die Nikon D300 soll ab November 2007 zu einem Preis von rund 1.830,- Euro angeboten werden. Parallel hat Nikon drei neue Super-Teleobjektive vorgestellt, die mit eingebauten Bildstabilisatoren versehen sind. Das AF-S VR 400 mm 2.8G ED soll rund 9.650,- Euro kosten, das AF-S VR 500 mm F4,0 G ED ca. 8.520,- Euro und das AF-S VR 600 mm F 4,0 G ED ungefähr 10.220,- Euro.


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