• IT-Karriere:
  • Services:

DIN befürwortet Microsofts Dokumentenformat

Deutschland unterstützt ISO-Standardisierung

Das Deutsche Institut für Normung (DIN) hat für die Übernahme von Microsofts XML-Dokumentenformat Open XML als ISO-Standard gestimmt, aber auch Verbesserungsvorschläge eingereicht. Der Linux-Verband fordert derweil eine Auseinandersetzung mit dem Format, für Mitbewerber sei es zu umfangreich, um es zu implementieren.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Bei der internationalen Normung wird auf nationaler Ebene in Gremien bereits über das Normungsvorhaben entschieden und dann eine Empfehlung abgegeben. Bei dem Schnellverfahren, um die Spezifikation ECMA-376 "Office Open XML" (OOXML) als internationale Norm (ISO/IEC 29500) zu verabschieden, hat das DIN nun positiv für das Format entschieden. Die Empfehlung, Open XML als Standard zu akzeptieren, wird allerdings mit einer Reihe technischer Verbesserungen eingereicht. Das Konkurrenzformat OpenDocument (ODF) ist bereits ein ISO-Standard.

Stellenmarkt
  1. WITRON Gruppe, Parkstein (Raum Weiden / Oberpfalz)
  2. über duerenhoff GmbH, Mannheim

Als Reaktion auf die Entscheidung fordert der Linux-Verband eine pragmatische Auseinandersetzung mit dem Dokumentenformat. Microsoft habe mit seiner Lobby genügend Einfluss, auch die ISO-Standardisierung zu erreichen, dies würde durch die deutsche Entscheidung deutlich, so der Linux-Verband.

"Ich befürchte, dass wir uns auf mehrere Standards einrichten müssen und sollten. Gerade Anwendersoftware wie Office-Pakete definieren sich über ihre Funktionen, die letztendlich auch ihren Ausdruck in Dateiformaten finden, da ist eine gewisse Vielfalt nichts Ungewöhnliches", so Elmar Geese, Vorsitzender des Linux-Verbandes. Da Microsofts Spezifikationen jedoch 6.000 Seiten umfassen würden, sei es für Mitbewerber kaum möglich, diese vollständig umzusetzen. Geese rechnet nicht einmal damit, dass Microsoft selbst dies in seinen Produkten schaffen würde.

Daher solle man sich auf eine "vernünftige Untermenge" an Funktionen verständigen, für die dann eine Schnittstelle zwischen OpenXML und dem Konkurrenzformat OpenDocument geschaffen werden könnte. Dokumente, die nur diese Funktionen verwenden, würden sich für den Dokumentenaustausch eignen.

Open XML sei gegenüber den früheren Binärformaten aus Microsofts Office bereits ein Fortschritt, so Geese. Dennoch sei der Sinn des Formates als Standard zweifelhaft, da es "de facto lediglich von einem Unternehmen kontrolliert wird", sagte Geese.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 9,99€
  2. 49,99€
  3. 2,89€
  4. 16,99€

darthflo 29. Okt 2007

Falsch. http://www.adobe.com/aboutadobe/pressroom/pressreleases/200701/012907OpenPDFAIIM...

craesh 23. Aug 2007

Die fast 800 Seiten ODF-Doku sind liegen als eine ODF-Datei vor. Ob sie in OOo...

Logiker 22. Aug 2007

Komisch ODF ist schon von diesen ach so korrupten Gremien als Standard anerkannt. Man...

e-user 22. Aug 2007

wirst du eigentlich von m$ fuer dein omnipraesentes, propagandistisches gebrabbel hier...

BSDDaemon 22. Aug 2007

Weil man OpenXML als Standard durchwürgen will. Dafür muss es offen sein. Und das will...


Folgen Sie uns
       


Playstation 5 ausgepackt

Im Video packt Golem.de aus: Nämlich die Playstation 5 von Sony.

Playstation 5 ausgepackt Video aufrufen
    •  /