Abo
  • IT-Karriere:

Parallels: Alles nur geklaut?

Deutsche Firma verklagt Distributor

Die Dresdner Firma Netsys verklagt den deutschen Distributor der Mac-Virtualisierungssoftware Parallels Desktop. Der Vorwurf: Parallels soll die Grundlagen der heutigen Software im Auftrag von Netsys entwickelt haben, dann aber aus dem Vertrag ausgestiegen sein und nun auf diesem Quelltext aufbauende Produkte selbst weiterentwickeln und verkaufen. Sollte das Gericht zu Gunsten von Netsys entscheiden, könnte der Verkauf von Parallels Desktop in Deutschland gestoppt werden.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Ende 2005 tauchte Parallels erstmals mit der Parallels Workstation 2.0 für Windows und Linux auf. Schon damals fiel die Ähnlichkeit zur Serenity Virtual Station auf, doch Parallels erklärte, diese Software für Serenity entwickelt zu haben. Die Geschichte ist in Wirklichkeit aber noch um einiges komplizierter: Die Dresdner Netsys GmbH behauptet, dass die Parallels-Programme direkt auf Quelltext basieren, den Parallels zwar geschrieben hat - jedoch im Auftrag und gegen Bezahlung durch Netsys. In Berlin reichte das Unternehmen daher Klage gegen Avanquest ein, die die Mac-Variante Parallels Desktop in Deutschland vertreiben und lokalisieren.

Von Dresden nach Moskau
Die Geschichte der heutigen Parallels-Produkte begann bereits im Jahr 2000. Einer der beiden Netsys-Geschäftsführer stieß bei seiner früheren Arbeit in einem Systemhaus auf eine Problematik im Sparkassen-Umfeld: Die Sparkassen in den neuen Bundesländern führten nach der Wende Windows ein, während das Verbandsrechenzentrum neue Anwendungen für IBMs OS/2 entwickelte. Ein Umstieg auf OS/2 wäre also nötig gewesen, um diese Programme einzusetzen.

Mit der Idee einer virtuellen Maschine für OS/2 im Hinterkopf wurde so ein Business-Plan ausgearbeitet und die Zusammenarbeit mit VMware begonnen, aus der noch ein erster Prototyp hervorging, bevor die Entwicklungskapazitäten dort auf die Serverprodukte verlagert wurden. Durch erfolgreiche Tests mit dem Prototypen entstand jedoch Interesse seitens der Sparkassen, so dass die Entwicklung von Netsys selbst in die Hand genommen werden sollte. Zur selben Zeit wurde an der TU Dresden eine Diplomarbeit zur Virtualisierung eines x86-Computers (PDF) geschrieben, die den Kern bilden sollte.

Parallels: Alles nur geklaut? 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
  6. 6
  7.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. 4,49€
  2. (-70%) 14,99€
  3. 0,00€ im Epic Store
  4. (aktuell u. a. Asus PG279Q ROG Monitor 689€, Corsair Glaive RGB Maus 34,99€)

stuepfnick 31. Aug 2007

Wir würden kaum solch moderne Was den heutigen Autos modern sein soll, das braucht man...

Egal@xxx.tk 30. Aug 2007

Wahnsinn, was für ein erfahrener Tester, immerhin 2 Stunden getestet. Du könntest bei...

HolgiHero 30. Aug 2007

Afaik kann VirtualBox OS/2 ganz prima darstellen. Oder nicht? Gruß, Holgi

sdafdsafasfda 29. Aug 2007

Jawohl.

luz 29. Aug 2007

Wenn die total gezahlte Summe an Parallels wirklich nur die im Artikel erwähnten EUR 200...


Folgen Sie uns
       


Raumfahrt: Galileo-Satellitennavigation ist vollständig ausgefallen
Raumfahrt
Galileo-Satellitennavigation ist vollständig ausgefallen

Seit Donnerstag senden die Satelliten des Galileo-Systems keine Daten mehr an die Navigationssysteme. SAR-Notfallbenachrichtigungen sollen aber noch funktionieren. Offenbar ist ein Systemfehler in einer Bodenstation die Ursache. Nach fünf Tagen wurde die Störung behoben.


    Erasure Coding: Das Ende von Raid kommt durch Mathematik
    Erasure Coding
    Das Ende von Raid kommt durch Mathematik

    In vielen Anwendungsszenarien sind Raid-Systeme mittlerweile nicht mehr die optimale Lösung. Zu langsam und starr sind sie. Abhilfe schaffen können mathematische Verfahren wie Erasure Coding. Noch existieren für beide Techniken Anwendungsgebiete. Am Ende wird Raid aber wohl verschwinden.
    Eine Analyse von Oliver Nickel

    1. Agentur für Cybersicherheit Cyberwaffen-Entwicklung zieht in den Osten Deutschlands
    2. Yahoo Richterin lässt Vergleich zu Datenleck platzen

    iPad OS im Test: Apple entdeckt den USB-Stick
    iPad OS im Test
    Apple entdeckt den USB-Stick

    Zusammen mit iOS 13 hat Apple eine eigene Version für seine iPads vorgestellt: iPad OS verbessert die Benutzung als Tablet tatsächlich, ein Notebook-Ersatz ist ein iPad Pro damit aber immer noch nicht. Apple bringt aber endlich Funktionen, die wir teilweise seit Jahren vermisst haben.
    Ein Test von Tobias Költzsch

    1. Tablets Apple bringt neues iPad Air und iPad Mini
    2. Eurasische Wirtschaftskommission Apple registriert sieben neue iPads
    3. Apple Es ändert sich einiges bei der App-Entwicklung für das iPad

      •  /