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Parallels: Alles nur geklaut?

Die "OS/2 Tools" von twoOStwo setzen genau diese Mausfunktion um, so dass in der virtuellen Maschine wie in jedem anderen Fenster gearbeitet werden kann, ohne dass die Virtualisierungssoftware den Mauszeiger erst einfangen muss, so Netsys. Damit die Maus des Wirts mitbenutzt werden kann, muss die Schnittstelle zwischen der Virtualisierungslösung und dem Gastsystem definiert werden, so dass es auch nicht möglich ist, die Tools verschiedener Virtualisierungsprogramme untereinander zu tauschen. Die "OS/2 Tools" wurden von Parallels im Auftrag von Netsys entwickelt - und funktionieren noch heute in Parallels. Ein mit twoOStwo erstellter OS/2-Gast läuft also nicht nur in Parallels Desktop, sondern auch der spezielle Maustreiber funktioniert weiter mit der Software.

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Alleine die Kompatibilität zu den Festplatten-Containern wäre dabei ohne Zugang zum Quelltext nur schwer umzusetzen, da Netsys die Spezifikationen nicht veröffentlicht habe. Zusätzlich wäre der Aufwand, um ein Dateiformat einer nicht auf dem Markt erhältlichen Software zu unterstützen, ökonomisch wohl kaum zu rechtfertigen, so Netsys. Zumal twoOStwo laut Klageschrift nie auf dem Markt war und es daher auch keine Anwender des Festplattenformates gibt. Auch der Maustreiber ließe sich nur bei vorhandenen Spezifikationen nachprogrammieren. Oder aber, die Funktionen sind eben noch im weiterentwickelten Programmcode vorhanden - eine zufällige Kompatibilität hingegen lässt sich ausschließen, meint Netsys.

Bei anderen aktuellen Virtualisierungslösungen gibt es zwar teilweise eine Kompatibilität, so dass sich auch Festplattencontainer anderer Programme verwenden lassen, dies liegt aber immer darin begründet, dass die entsprechenden Spezifikationen offen gelegt wurden. Sowohl VMware als auch Microsoft taten dies.

Die Klageschrift führt als weiteres Indiz die OS/2-Unterstützung durch Parallels an. So soll twoOStwo seinerzeit, neben Microsoft Virtual PC, die einzige Virtualisierungssoftware gewesen sein, die OS/2 fehlerfrei als Gast nutzen konnte. Und auch heute können nur Virtual PC und die Parallels-Programme OS/2 verwenden - VMware hingegen unterstützt das 2005 von IBM zu Grabe getragene Betriebssystem nicht. Durch die starke Anpassung von OS/2 an die Intel-Architektur soll der Aufwand zur Virtualisierung höher liegen als bei anderen Betriebssystemen.

Da OS/2 aber kaum noch verbreitet ist, behauptet die Klägerin, Parallels würde durch diese Funktion nicht mehr Exemplare seiner Software verkaufen, so dass sich die Implementierung wirtschaftlich wiederum nicht gelohnt hätte. Netsys sieht dies ebenfalls als Indiz dafür, dass die von Parallels für die Dresdner umgesetzte OS/2-Unterstützung auch heute noch in den Parallels-Programmen zum Einsatz kommt.

Ähnlichkeiten zwischen twoOStwo lassen sich ebenfalls an der Programmoberfläche feststellen. Diese ist durch die weitere Entwicklung von Parallels heute natürlich umfangreicher, dennoch gibt es Stellen (siehe Screenshots), an denen auffällige Ähnlichkeiten zu erkennen sind. Sofern in Parallels tatsächlich der twoOStwo-Quelltext steckt, wäre auch klar, woher diese Ähnlichkeit stammt.

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stuepfnick 31. Aug 2007

Wir würden kaum solch moderne Was den heutigen Autos modern sein soll, das braucht man...

Egal@xxx.tk 30. Aug 2007

Wahnsinn, was für ein erfahrener Tester, immerhin 2 Stunden getestet. Du könntest bei...

HolgiHero 30. Aug 2007

Afaik kann VirtualBox OS/2 ganz prima darstellen. Oder nicht? Gruß, Holgi

sdafdsafasfda 29. Aug 2007

Jawohl.

luz 29. Aug 2007

Wenn die total gezahlte Summe an Parallels wirklich nur die im Artikel erwähnten EUR 200...


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