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Parallels: Alles nur geklaut?

twoOStwo
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Die Suche nach einem günstigen Entwicklungs-Team führte schließlich nach Moskau zu der Firma MCD Soft, einem Tochterunternehmen der russischen Börse, das planmäßig nach etwa zehn Monaten einen Prototypen ablieferte - das Programm hieß nun "twoOStwo". Das Projekt sollte anschließend in eine neue Firma überführt werden, die sich schwerpunktmäßig mit Virtualisierung beschäftigte: Parallels OOO, die auch als Ltd auftrat - beides Rechtsformen, die strukturell einer GmbH gleichen.

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In dem im März 2002 geschlossenen Vertrag heißt es:

1.1 Hiermit beauftragt der Auftraggeber [Netsys GmbH] den Programmierer
[die Firma Parallels] [...] Software zur Realisierung eines virtuellen
Computers [...] zu entwickeln.

1.2 Der Besteller [die Netsys GmbH] erhält alle Rechte an der
entwickelten Software.

twoOStwo für Linux und FreeBSD
Dieser erste Vertrag hatte eine Laufzeit von drei Monaten, doch es folgten noch fünf weitere, größtenteils gleichlautende Verträge für andere Programmierleistungen. Wurde anfangs an einer Version gearbeitet, die nur auf Windows-Systemen lief, ging es in den Folgeverträgen unter anderem um die Portierung auf FreeBSD und Linux, da eine amerikanische Bank diese Funktionen wünschte, und um die Implementierung von Citrix-Unterstützung, eine Anforderung, die eine deutsche Versicherung stellte. Ab Ende 2003 wurde an der Windows-Gast-Unterstützung gearbeitet - bisher war die Software ja nur für OS/2 als Gastsystem ausgelegt. Laut der Golem.de vorliegenden Klageschrift zahlte Netsys auf Grund dieser sechs Verträge insgesamt 209.800,- Euro für die Programmierarbeiten an Parallels.

Parallels-Homepage mit twoOStwo-Download 2004
Parallels-Homepage mit twoOStwo-Download 2004
Doch im Frühjahr 2004 beendete Parallels die Zusammenarbeit mit Netsys. Als Grund für die Trennung nennt die Klageschrift Meinungsverschiedenheiten über die weitere Entwicklung der Software. Infolgedessen soll Parallels die Virtualisierungssoftware twoOStwo mehreren Firmen in Deutschland sowie den USA angeboten haben - rechtswidrig meint Netsys, denn laut Ziffer 1.2 der Verträge hielt Netsys die Rechte an der Software. Zuerst begann Parallels, die aktuelle Version unter www.parallels.ru zum Download anzubieten - wo die Dateien auch heute noch über das Internet Archive zu finden sind.

Serenity nimmt twoOStwo
Parallels fand mit der US-amerikanischen Firma Serenity Systems aber einen neuen Partner, der das Produkt unter dem Namen Serenity Virtual Station bzw. SVISTA anbieten wollte. Doch Parallels trennte sich erneut, diesmal nach kürzerer Zeit, um dann Ende 2005 mit Parallels Workstation für Windows und Linux wieder aufzutauchen. Nun mit neuer Gesellschaftsform (Parallels, Inc.) und .com- anstatt .ru-Domain. Personell soll die neue Gesellschaft mit der alten identisch geblieben sein. Im Januar 2007 - genau einen Tag vor dem ersten Verhandlungstag vor Gericht - wurde bekannt, dass Parallels bereits seit einigen Jahren zu SWsoft gehört, wovon Netsys auch während der Zusammenarbeit nichts erfahren haben will.

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stuepfnick 31. Aug 2007

Wir würden kaum solch moderne Was den heutigen Autos modern sein soll, das braucht man...

Egal@xxx.tk 30. Aug 2007

Wahnsinn, was für ein erfahrener Tester, immerhin 2 Stunden getestet. Du könntest bei...

HolgiHero 30. Aug 2007

Afaik kann VirtualBox OS/2 ganz prima darstellen. Oder nicht? Gruß, Holgi

sdafdsafasfda 29. Aug 2007

Jawohl.

luz 29. Aug 2007

Wenn die total gezahlte Summe an Parallels wirklich nur die im Artikel erwähnten EUR 200...


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