Fehlende Fachkräfte verursachen 20 Milliarden Euro Schaden
Dramatisch ist der Fachkräftemangel für die deutsche Unternehmenslandschaft vor allem, weil davon Schlüsselindustrien betroffen sind, die für die technologische Leistungsfähigkeit im internationalen Wettbewerb besonders wichtig sind. Die Süddeutsche berichtet(öffnet im neuen Fenster), dass deshalb schon ein Koalitionsstreit um eine erleichterte Zuwanderung von Fachkräften nach Deutschland entsteht.
Während Bundeswirtschaftsminister Glos (CSU) die Einwanderungshürden für ausländische Fachkräfte nicht senken will, spricht sich Forschungsministerin Annette Schavan (CDU) dafür aus, die Einkommenskriterien zu mildern. Bislang können Fachkräfte hier nur dauerhaft arbeiten, wenn sie Jahreseinkommen von mindestens 85.000 Euro nachweisen – Schavan will dem Artikel zufolge die Grenze auf 40.000 bis 60.000 Euro senken.
Nach Angaben der SZ soll der Fachkräftemangel von der Bundesregierung in einer Kabinettsklausur besprochen werden. Die Studie soll mit konkreten Zahlen die Folgen des Problems beleuchten.
Betroffen sind vor allem die Metall- und Elektroindustrie und der Maschinen- und Fahrzeugbau. Der Nachwuchs bei Technikern und Meistern sowie im akademischen Bereich in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik ist äußerst dünn gesät. Gut sieht es hingegen in den Geistes-, Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften aus – Engpässe sind hier nicht zu erwarten, schreibt die SZ unter Berufung auf die Studie.
Wie es nun weitergeht, ist erst einmal offen. Zum einen könnten Anreize zum Aus- und Weiterbilden geschaffen werden. Dazu zählen vor allem finanzielle Unterstützungen von Betrieben und Mitarbeitern. Aber auch attraktivere Studienbedingungen, Bafög-Erhöhungen und ähnliche Maßnahmen stehen zur Diskussion. Wie diese finanziert werden könnten, ist ungewiss.
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