GCDC: Sex, Gewalt und Kunst - Hetzjagd auf Spieleentwickler

Gespielt hat Manhunt 2 noch keiner der Kritiker, auch Eggebrecht hat es noch nicht selbst gesehen. Er nimmt es dennoch als Beispiel her und bezeichnet die Entwicklung als erschreckend. Die Anfeindungen in Richtung Spielebranche erinnern ihn an die McCarthy-Ära mit ihrer verrückten Kommunistenjagd. Aus Angst vor Repressalien habe Factor 5 beim gerade in den USA veröffentlichten Drachenspiel "Lair" auf eine Hot-Coffee-Mod-Anspielung verzichten müssen - wer einen 16-stelligen Code eingab, sollte eigentlich ein hochauflösendes Video einer Factor-5-Kaffeemaschine zu Gesicht bekommen.

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Fred Hasson
Fred Hasson
Das Hot-Coffee-Mod schaltete im Grand Theft Auto: San Andreas versteckte Sex-Szenen frei, bei denen die angekleideten Spielfiguren sexuelle Posen einnahmen - zu sehen war aber letztlich nichts. Dennoch wurde das Thema sogar zu einem Politikum hochgespielt, da das Spiel nicht nur Gewalt, sondern auch Sex zeige - der Publisher Take 2 wurde deswegen sogar von der US-Handelskommission unter die Lupe genommen. Über die Ermittler mache man sich Eggebrecht zufolge besser nicht lustig, aus dem Kaffeemaschinenvideo wurde so also nichts.

Dass Sex keine Rolle in Spielen spielt, zeigt auch der Titel von Eggebrechts Rede: "No Sex, no Drugs, and little Rock'n Roll", obwohl es sich um ein menschliches Bedürfnis handle. Essen hingegen werde in Spielen sehr wohl thematisiert. Wer jedoch Spiele mit Gewalt und Sex entwickle, könne mit Sicherheit davon ausgehen, dass sie nicht in den Handel kämen - sowohl in den USA als auch in Europa. Auch hier würden Spiele und Filme nicht als gleichwertig betrachtet - Filme wie "Eyes wide shut" oder "Basic Instinct" wären als Spiele gar nicht denkbar.

Solange Spiele als Spielzeug für Kinder betrachtet werden, wird sich daran auch nichts ändern. "Spiele werden immer noch nicht als Kunstform gesehen, nicht einmal von unseren eigenen Alterseinstufungssystemen." Es sei Zeit, aufzuwachen, so Eggebrecht und fordert "beweist mir, dass dies eine Kunstform ist, forciert Gewalt, forciert Sex." Allerdings auf eine Weise, die sein Hirn zum Denken anrege, fügt der Spieleentwickler hinzu.

Dass es Zeit ist, sich für die eigene Branche und deren Wahrnehmung in der Öffentlichkeit zu engagieren, bekräftigte im Anschluss an Eggebrechts Vortrag auch Fred Hasson, der Leiter der TIGA (The Independent Games Developers Trade Association). "Sie haben eine Verantwortung", so Hasson in Richtung der Spieleentwickler, die sich viel stärker in den Verbänden organisieren sollten.

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 GCDC: Sex, Gewalt und Kunst - Hetzjagd auf Spieleentwickler
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ThadMiller 24. Aug 2007

Also erstens solltest du dich mal über den Begriff Hardcore-Pornos informieren...

Klugscheisserchen 23. Aug 2007

Hexenjagd. Hexenverbrennung. Einer rief, alle folgten -hirnloserweise- oh weiha. Das soll...

peng*bumm*zack 23. Aug 2007

auch das fax und das telefon ist teufelszeug! SOFORT HANDYS VERBIETEN! =) dann doch...

brego 22. Aug 2007

Ok mein Fehler, hatte gedacht die Orginal-Version wäre nicht indiziert wurden. Aber wir...

Herb 21. Aug 2007

Danke! Da bin ich ja... eh... freudig erregt vor Spannung.



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