Canon 40D mit 10 Megapixeln und Live-Bildfunktion

Die Kamera verfügt über eine Funktion, die bislang eher bei Profi-Kameras angesiedelt war. Mit dem Tonwert-Priorität-Modus, der ab ISO 200 nutzbar ist, kann der Dynamikbereich zu Gunsten der Lichter ausgenutzt werden. Als Beispiele nennt Canon eine bessere Detailzeichnung, beispielsweise bei Hochzeitskleidern, Wolken und anderen hellen Objekten. Zur Belichtungsmessung stehen 35 Messsektoren zur Verfügung. Diese können zur Mehrfeldmessung oder zur Selektivmessung in Suchermitte (ca. 9 Prozent des Gesichtsfeldes), zur Spotmessung (ca. 3,8 Prozent des Gesichtsfeldes) oder für eine mittenbetonte Integralmessung genutzt werden. Die Verschlusszeiten rangieren von 30 bis 1/8.000 Sekunden.
Normalerweise ist dabei der Autofokus aber deaktiviert, wenn der Spiegel hochgeklappt vor dem AF-Sensor steht. Ein Druck auf die AF-ON-Taste klappt den Spiegel kurz zurück, der Autofokus stellt scharf und der Spiegel schnellt wieder hoch, damit das Displaybild wieder eingesetzt werden kann. Die Livebild-Funktion ist nicht auf das Kamera-Display beschränkt, sondern lässt sich auch auf einem angeschlossenen Mac oder PC in Echtzeit nutzen. Auch die Kameraeinstellungen und das eigentliche Auslösen kann mit Canons Software ferngesteuert vorgenommen werden.
Das Gehäuse ist innen mit einem Gerüst aus einer Magnesiumlegierung ausgerüstet, das die Kamera stoßfest machen soll. Der Akku- und der Speicherkartendeckel sind zudem gegen Spritzwasser und Staubeinflüsse abgedichtet.
Die Kamera misst 145,5 x 107,8 x 73,5 mm bei einem Leergewicht von 740 Gramm. Dazu kämen noch ein Objektiv und der Lithium-Ionen-Akku sowie die Speicherkarte. Die 40D nutzt Karten vom Typ CompactFlash I/ II und ist Microdrive-kompatibel. Ein USB-Anschluss sowie ein Videoausgang sind Standard.
Optional ist ein Schnurlos-Sender erhältlich. Der "Wireless File Transmitter WFT-E3" ist für den Bildtransfer mit einem FTP-Server gedacht. Außerdem kann die Kamera so ferngesteuert werden. Über den Internet-Browser kann damit der Auslöser betätigt oder Bilder von der Kamera heruntergeladen werden. Das ebenfalls unterstützte PTP-Protokoll ermöglicht die drahtlose Steuerung der 40D über die im Lieferumfang enthaltene Software "EOS Utility".
Außerdem kann die WFT-E3 an eine externe Festplatte gesteckt werden und mit einem angeschlossenen GPS-System auch Positionsdaten in die EXIF-Informationen der Bilddatei ablegen. Auch der Transmitter ist gegen Wettereinflüsse gesichert und kann als Griff mit Einstellrad und Auslöser auch für Hochformataufnahmen genutzt werden.
Als potenzielles Zubehör hat Canon zudem das Standard-Zoom EF-S 18-55mm 1:3,5-5,6 IS vorgestellt, das mit einem optischen Bildstabilisator ausgerüstet wurde. Auch das neu vorgestellte EF-S 55-200mm 1:4-5,6 IS verfügt über ein solches System.
Das Gehäuse der EOS 40D soll ab Oktober 2007 für rund 1.300,- Euro in den Handel kommen. Ein Objektiv ist in diesem Preis nicht enthalten. Auch die Objektive sollen zu diesem Zeitpunkt erscheinen: das 18-55 für rund 200,- Euro, das 55-200 für 300,- Euro. Die Canon-Neuheiten werden auch auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin gezeigt.



